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Ballade, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Ballade · Nominativ Plural: Balladen
Aussprache
WorttrennungBal-la-de (computergeneriert)
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›Ballade‹ als Erstglied: ↗Balladendichter · ↗Balladendichtung · ↗Balladenstil · ↗Balladenstoff · ↗Balladenton · ↗balladenhaft · ↗balladesk
 ·  mit ›Ballade‹ als Letztglied: ↗Heldenballade · ↗Schauerballade
eWDG, 1967

Bedeutung

längeres, handlungsreiches Gedicht meist tragischer Art
Beispiele:
eine Ballade rezitieren, vortragen
die Ballade in Musik setzen
eine wilde, erregende, schauerliche Ballade
diese Ballade beruht auf wirklichen Geschehnissen, ist frei vom Dichter erfunden
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Ballade · balladesk
Ballade f. ‘episch-lyrisches, dramatisch verlaufendes Strophengedicht’. In dieser Bedeutung seit der 2. Hälfte des 18. Jhs. üblich, als um 1770 Bürger und wenig später Goethe nach dem Vorbild der englischen und schottischen ballads deutsche Balladen zu schreiben beginnen. Im 16. Jh. ‘Tanzlied’, Entlehnung von frz. ballade. Ursprung sind die seit dem 12. Jh. bei den romanischen Völkern entwickelten Tanzlieder, vgl. afrz. balade, ital. ballata, beide nach aprov. balada (zu aprov. balar ‘tanzen’, s. ↗Ball). Sie werden in Frankreich zu kunstvollen lyrischen Gedichten weiterentwickelt. Im Engl. wird seit Ende des 14. Jhs. mit (aus dem Frz. übernommenem) ballad eine ‘volkstümliche, dramatisch verlaufende Erzählung in Liedform’ bezeichnet und damit der moderne Begriff der Ballade ausgebildet. Dieser neue Inhalt verbindet sich mit der frz. Lautform. balladesk Adj. ‘in Art einer Ballade, balladenhaft’ (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Ballade · ↗Erzählgedicht
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Baikalsee Ballade Blues Chanson Gedicht Hörigkeit Liebeslied Lied Moritat Rocksong Romanze Scherzo Schneien Sonett Soul Standing Wiener Schnitzel anstimmen besingen bittersüß gefühlvoll gesungen herzzerreißend melancholisch rezitieren schillersch schwermütig sentimental singen wunderschön

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ballade‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es kann Rock sein, eine Ballade, es kann jede Art von Song sein ", sagt er.
Der Tagesspiegel, 07.10.1999
Wir spielen schnelle Nummern, aber die Mehrheit der Songs sind Balladen.
Süddeutsche Zeitung, 08.05.1999
Damit hat die Ballade ihre für die Zeit um 1300 typische siebenzeilige Form angenommen.
Hoerburger, Felix u. Gudewill, Kurt: Refrain. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1963], S. 42191
Das Werk ist - auf die letzte Form zurückgeführt - eine in Szene gesetzte Ballade.
Schuhmann, Otto: Meyers Opernbuch, Leipzig: Bibliograph. Inst. 1938 [1935], S. 183
Der zweite Teil ist die Ballade von Koko dem grünen Gott.
Ball, Hugo: Tenderenda der Phantast. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1914], S. 5195
Zitationshilfe
„Ballade“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Ballade>, abgerufen am 25.04.2019.

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