Bahnhof, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungBahn-hof
WortzerlegungBahnHof
Wortbildung mit ›Bahnhof‹ als Erstglied: ↗Bahnhofsapotheke · ↗Bahnhofsautomat · ↗Bahnhofsbetreiber · ↗Bahnhofsbuchhandlung · ↗Bahnhofsdienst · ↗Bahnhofsgaststätte · ↗Bahnhofsgastwirtschaft · ↗Bahnhofsgebäude · ↗Bahnhofsgelände · ↗Bahnhofsgeschäft · ↗Bahnhofshalle · ↗Bahnhofshotel · ↗Bahnhofsmission · ↗Bahnhofsplatz · ↗Bahnhofsrestaurant · ↗Bahnhofsuhr · ↗Bahnhofsumbau · ↗Bahnhofsviertel · ↗Bahnhofsvorplatz · ↗Bahnhofsvorstand · ↗Bahnhofsvorsteher · ↗Bahnhofswache · ↗Bahnhofswirtschaft
 ·  mit ›Bahnhof‹ als Letztglied: ↗Autobusbahnhof · ↗Bestimmungsbahnhof · ↗Betriebsbahnhof · ↗Busbahnhof · ↗Containerbahnhof · ↗Fernbahnhof · ↗Grenzbahnhof · ↗Güterbahnhof · ↗Hafenbahnhof · ↗Hauptbahnhof · ↗Hbf. · ↗Kohlebahnhof · ↗Kohlenbahnhof · ↗Kontrollbahnhof · ↗Kopfbahnhof · ↗Nordbahnhof · ↗Ostbahnhof · ↗Rangierbahnhof · ↗Regionalbahnhof · ↗Stadtbahnhof · ↗Südbahnhof · ↗Umladebahnhof · ↗Umsteigbahnhof · ↗Umsteigebahnhof · ↗Untergrundbahnhof · ↗Verschiebebahnhof · ↗Weltraumbahnhof · ↗Westbahnhof · ↗Zentralbahnhof · ↗Zielbahnhof · ↗Übergangsbahnhof
eWDG, 1967

Bedeutung

Halle, Gebäude am Halteplatz von Eisenbahnzügen
Beispiele:
am Bahnhof sein
jmdn. am Bahnhof erwarten, vom Bahnhof abholen, zum Bahnhof bringen
auf welchem Bahnhof kommt er an?
wie weit ist es bis zum Bahnhof?
der Zug rollte aus dem Bahnhof
im Gedränge des Bahnhofes
salopp ich verstehe immer nur Bahnhof (= ich verstehe gar nichts)
großer Bahnhoffestlicher Empfang
Beispiele:
der berühmte Gast wurde mit großem Bahnhof empfangen
von einem großen Bahnhof absehen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Bahn · Bahnhof · Bahnsteig · bahnen · anbahnen · Bahnbrecher · bahnbrechend
Bahn f. ‘Weg, Pfad durch unwegsames Gelände, fest angelegter Weg, Fahrbahn’. Für mhd. ban(e) ‘Weg, Bahn’, mnd. bāne, mnl. bane (dän. bane, schwed. bana und ban ‘Bahn’ beruhen auf Entlehnung aus dem Mnd.) darf vermutlich als Grundbedeutung ‘Durchhau durch einen Wald’ oder ‘festgeschlagener Weg’ angesetzt werden, wodurch sich eine Beziehung zu got. banja ‘(tödlicher) Schlag, Wunde, Geschwür’, anord. ben, aengl. benn ‘Wunde’, ahd. asächs. bano ‘Totschläger, Mörder’, ahd. bana, mhd. ban(e) ‘Tod, Verderben’ und damit zur Wurzel ie. *bhen- ‘schlagen, verwunden’ ergibt; vgl. awest. banta- ‘erkrankt, siech’. Das Wort hat in verschiedenen Bereichen Anwendung gefunden. Im Sport bezeichnet es die ‘Strecke, auf der Wettkämpfe ausgetragen werden’, die genauere Benennung gibt das Bestimmungswort (Bob-, Eis-, Kampf-, Rennbahn); gebräuchlich ist der Ruf Bahn frei! Ferner bezeichnet es die ‘Linie, Strecke, die ein Körper im Raum zurücklegt’ (Ellipsen-, Erd-, Flug-, Kreis-, Satelliten-, Sonnenbahn). Die Bedeutung ‘bestimmte Breite und Länge eines Stoffes, einer Tapete’ (Stoff-, Tuch-, Zeltbahn) beruht auf Entlehnung aus dem Nl. Am häufigsten wird heute Bahn für ‘das auf Schienen laufende Verkehrsmittel’ (Eisen-, Straßenbahn) gebraucht. Dazu die Zusammensetzungen Bahnhof m. (um 1840), das älteres Eisenbahnhof allmählich verdrängt, und Bahnsteig m. (1886), das sich gegenüber älterem Perron durchsetzt. bahnen Vb. besonders einen Weg bahnen ‘einen Weg frei machen, schaffen, bereiten’, mhd. banen, im 17./18. Jh. auch bähnen. anbahnen Vb. ‘in die Wege leiten’ (Mitte 18. Jh.). Bahnbrecher m. ‘Wegbereiter, Vorkämpfer’ (18. Jh.), aus dem verbalen Ausdruck Bahn brechen ‘einen Weg bereiten’ (1. Hälfte 17. Jh.) gebildet; entsprechend bahnbrechend Part.adj. ‘umwälzend, epochemachend’ (Mitte 19. Jh.).

Thesaurus

Eisenbahn
Synonymgruppe
Bahnhof · Bahnstationsanlage · ↗Station · ↗Verkehrsstation
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anhalter Bahnhof Bahnsteig Einfahrt Einkaufszentrum Flughafen Friedrichstraße Gleis Hamburger Lehrter Nordseite Nähe Ostbahnhof Papestraße Pasinger S-Bahn Strecke Tunnel U-Bahn Uhr Umbau Vorplatz Zug abholen aussteigen einfahren entgleisen schlesisch stillgelegt unterirdisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Bahnhof‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nach ersten Erkenntnissen fuhr der Zug mit hoher Geschwindigkeit in den Bahnhof.
Die Zeit, 12.07.2013 (online)
An den geteilten Bahnhof in der geteilten Welt erinnert heute wenig.
Die Welt, 10.11.2005
Soweit man mit zweigleisigem Betrieb fährt, ergeben sich elektrisch in einem Bahnhof überhaupt keine Probleme.
Rosenzweig, Gerhard: Unsere Modelleisenbahn, Gütersloh: Bertelsmann Verlag 1966, S. 51
Zahllos drängte es sich Kopf an Kopf in den Straßen, bis zum Bahnhofe hin.
Bodenreuth, Friedrich [d.i. Jaksch, Friedrich]: Alle Wasser Böhmens fließen nach Deutschland, Berlin: Büchergilde Gutenberg 1938 [1937], S. 147
Vielleicht kommt sie gerade jetzt auf dem Bahnhof draußen an!
Strauß, Emil: Freund Hein, Berlin: S. Fischer 1907 [1902], S. 161
Zitationshilfe
„Bahnhof“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Bahnhof>, abgerufen am 17.10.2019.

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