Austrag, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Austrag(e)s · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungAus-trag
Wortbildung mit ›Austrag‹ als Letztglied: ↗Konfliktaustrag
eWDG, 1967

Bedeutung

das Austragen
entsprechend der Bedeutung von austragen (Lesart 3)
a)
das Ausfechten von etwas Strittigem bis zur Entscheidung
Beispiele:
etw. kommt zum Austrag
einen Prozess, Streit, eine Frage, Sache zum Austrag bringen
auf gerichtlichen Austrag dringen
etw. Wichtiges gelangte hier zum Austrag
der rechtliche, gütliche, friedliche, blutige, kriegerische Austrag einer Angelegenheit
dieses Ineinanderspiel von Verstehen und Mißverstehen ... von Liebe und Haß – es mußte endlich zum Austrag kommen [SchnitzlerFlucht194]
wir werden den Austrag dieser kleinen Differenz [durch ein Duell] an den gehörigen Ort verlegen [Th. MannZauberb.2,988]
b)
Sport Durchführung eines Wettkampfes
Beispiele:
die Bedingungen, unter denen die Meisterschaften zum Austrag kamen, waren nicht günstig
der Austrag der Wettkämpfe wurde verschoben
Es war kein Austrag [des Boxkampfes] nach Uhr und Runden [L. FrankMännerquartett1,382]

Typische Verbindungen
computergeneriert

Gegensatz Konflikt Spannung Streitigkeit gelangen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Austrag‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Jetzt, im politischen Austrag, wird es Kohl erst recht nicht mehr schaffen.
Süddeutsche Zeitung, 04.02.2003
Er kommt aber jetzt in besonderer Breite und Intensität zu neuem Austrag.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1969]
Es gelte den Austrag einer Wette, den er versprochen habe zu lösen.
Liliencron, Adda Freifrau von: Krieg und Frieden, Erinnerungen aus dem Leben einer Offiziersfrau. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1912], S. 45222
Es kommen darin letzte theologische Prinzipienfragen um Glauben und Verstehen zum Austrag.
Ebeling, G.: Geist und Buchstabe. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1958], S. 2001
Vieles drängte auch hier zu Konflikt, Bruch und Austrag der hinausgeschobenen Entscheidung.
Lutz, Heinrich: Der politische und religiöse Aufbruch Europas im 16. Jahrhundert. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1964], S. 1489
Zitationshilfe
„Austrag“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Austrag#1>, abgerufen am 24.06.2019.

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Austrag, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Austrag(e)s · Nominativ Plural: Austräge · wird meist im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungAus-trag
Wortbildung mit ›Austrag‹ als Erstglied: ↗Austragsstube · ↗Austragstube · ↗Austrägler
eWDG, 1967

Bedeutung

süddeutsch, österreichisch Ausgedinge, Altenteil
Beispiel:
die alte Bäuerin lebte im Austrag

Thesaurus

Synonymgruppe
Altenteil · Altenteilerhaus  ●  Ausgeding  österr. · Ausnahm  süddt., österr. · Austrag  bair.
Assoziationen
  • Altenteiler · ↗Auszügler
  • Ausgedingehaus · Ausgedinghaus · Austragshaus · Ausziehhaus · Auszugshaus · Ellerhaus  ●  ↗Stöckli  schweiz.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Gegensatz Konflikt Spannung Streitigkeit gelangen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Austrag‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Jetzt, im politischen Austrag, wird es Kohl erst recht nicht mehr schaffen.
Süddeutsche Zeitung, 04.02.2003
Er kommt aber jetzt in besonderer Breite und Intensität zu neuem Austrag.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1969]
Es gelte den Austrag einer Wette, den er versprochen habe zu lösen.
Liliencron, Adda Freifrau von: Krieg und Frieden, Erinnerungen aus dem Leben einer Offiziersfrau. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1912], S. 45222
Es kommen darin letzte theologische Prinzipienfragen um Glauben und Verstehen zum Austrag.
Ebeling, G.: Geist und Buchstabe. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1958], S. 2001
Vieles drängte auch hier zu Konflikt, Bruch und Austrag der hinausgeschobenen Entscheidung.
Lutz, Heinrich: Der politische und religiöse Aufbruch Europas im 16. Jahrhundert. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1964], S. 1489
Zitationshilfe
„Austrag“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Austrag#2>, abgerufen am 24.06.2019.

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