Ausschluss, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Ausschlusses · Nominativ Plural: Ausschlüsse
Aussprache
WorttrennungAus-schluss
Grundformausschließen
Ungültige SchreibungAusschluß
Rechtschreibregeln§ 2, § 25 (E1)
Wortbildung mit ›Ausschluss‹ als Erstglied: ↗Ausschlussgrund  ·  mit ›Ausschluss‹ als Letztglied: ↗Haftungsausschluss · ↗Parteiausschluss
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
a)
Beispiel:
die Verhandlung fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt (= die Verhandlung fand unter, mit, ohne Verbot der Teilnahme der Öffentlichkeit statt)
b)
veraltend mit Ausschluss einer Person, einer Sachemit Ausnahme von jmdm., etw.
Beispiel:
Alle diese Leute – mit Ausschluß der Kranken und Unvermögenden [Kleist5,36]
2.
Verweigerung der weiteren Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft
Beispiele:
es wurde sein Ausschluss aus der Partei erwogen, beschlossen
der Verein drohte ihm mit dem Ausschluss
3.
nur im Singular
Druckerei Typen ohne Schriftbild zum Ausschließen der Zeilen

Thesaurus

Synonymgruppe
Ausschluss · ↗Beseitigung · ↗Elimination · ↗Eliminierung · ↗Erledigung
Unterbegriffe
  • Eradikation · Keimeliminierung
Synonymgruppe
Ausgrenzung · Ausschluss · ↗Bann · ↗Bannfluch · ↗Untersagung · ↗Verbannung · ↗Verbot · ↗Verdammung · ↗Verfemung · ↗Ächtung  ●  ↗Bannstrahl  fig.
Unterbegriffe
Assoziationen
  • Briand-Kellogg-Pakt · Kellogg-Briand-Pakt · Kellogg-Pakt · Pariser Vertrag
Synonymgruppe
Abbruch · Ausschluss · ↗Aussperrung · ↗Boykott · ↗Disqualifikation · ↗Disqualifizierung
Assoziationen
Synonymgruppe
Ausschluss · consilium abeundi
Synonymgruppe
Ausschluss · consilium abeundi
Synonymgruppe
Ausschluss (von Schule oder Universität)  ●  consilium abeundi  historisch, lat.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abwicklung Austritt Bezugsrecht DFB-Pokal Europarat Fraktion Gewährleistung Hochtief-Konsortium Kapitalerhöhung Kündigung Minderheitsaktionär Rechtsweg Schriftstellerverband Vermögen androhen austragen beantragen bestrafen drohen drohend generell protestieren sofortig stattfinden tagen vernehmen weitgehend zeitweilig zuvorkommen Öffentlichkeit

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ausschluss‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es sei rechtsstaatlich äußerst bedenklich, das bislang personenbezogene Strafrecht aufzugeben und Beamte nach eigenem Ermessen über den Ausschluss ganzer Unternehmen entscheiden zu lassen.
Die Welt, 02.07.2002
Gerade wegen unserer Geschichte sollten wir uns hüten, wieder das Verfahren des Ausschlusses zu kultivieren.
Der Tagesspiegel, 03.04.2000
Eine große Leistung ist seine »Geschichte der syrischen Literatur, mit Ausschluß der christlich-palästinensischen Texte« (1922).
Adam, A.: Baumstark. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1957], S. 28982
Er forderte den Ausschluß der Juden aus den wichtigen Stellungen.
o. A.: Einhundertneunundachtzigster Tag. Montag, 29. Juli 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 26226
Bürokratische Verwaltung ist ihrer Tendenz nach stets Verwaltung mit Ausschluß der Öffentlichkeit.
Weber, Max: Wirtschaft und Gesellschaft. In: Weber, Marianne (Hg.), Grundriß der Sozialökonomik, Tübingen: Mohr 1922 [1909-1914, 1918-1920], S. 1031
Zitationshilfe
„Ausschluss“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Ausschluss>, abgerufen am 19.04.2019.

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