Ausfluss, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Ausflusses · Nominativ Plural: Ausflüsse
WorttrennungAus-fluss
Grundformausfließen
Ungültige SchreibungAusfluß
Rechtschreibregeln§ 2, § 25 (E1)
Wortbildung mit ›Ausfluss‹ als Erstglied: ↗Ausflussgeschwindigkeit
eWDG, 1967

Bedeutung

siehe auch fließen (Lesart 1)
1.
Stelle des Herausfließens einer Flüssigkeit
Beispiel:
der Ausfluss eines Teiches, Sees
2.
Medizin (krankhafte) Absonderung
Beispiele:
der Ausfluss der Galle
der Ausfluss von Blut, Eiter aus einem Geschwür
weißer, blutiger, übelriechender Ausfluss
3.
meist im Singular
gehoben Folge, Ergebnis
Beispiele:
etw. ist der Ausfluss einer augenblicklichen Stimmung, der Phantasie, der üblen Laune, seines Charakters, seiner Gesinnung
etw. als Ausfluss der Huld, des Misstrauens, Neides, Schuldbewusstseins, bösen Willens, Zorns, des Despotismus betrachten, ansehen
etw. erscheint als Ausfluss einer Lehre, Weltanschauung, eines Systems
[meine Handlungen] sind der Ausfluß eines tadellosen Lebenswandels [H. MannUntertan4,221]

Thesaurus

Synonymgruppe
Ablauf · Ausfluss · ↗Ausflussöffnung · ↗Ausguss
Unterbegriffe
Synonymgruppe
Ausfluss · ↗Auswirkung · ↗Folge · ↗Herbeiführung · ↗Hervorbringung · ↗Konsequenz
Synonymgruppe
Ausfluss · ↗Auswirkung · ↗Effekt · ↗Ergebnis · ↗Folge · ↗Folgeerscheinung · ↗Konsequenz · ↗Nachwirkung · ↗Wirkung
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Antisemitismus Ausdruck Denken Gesinnung Juckreiz Menschenrecht Persönlichkeit Phantasie Ressentiment Schwäche See Souveränität Strategie Tat Tatsache Willen Würde auffassen begreifen bloß blutig deuten direkt eitrig natürlich schleimig unmittelbar werten Überlegung Überzeugung

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ausfluss‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Am Montag hatte Royal Dutch Shell den Ausfluss von mehr als 200 Tonnen Öl ins Meer eingeräumt.
Die Zeit, 06.02.2012, Nr. 06
Wenn sich das Wrack stabilisiere, könne der Ausfluss vielleicht enden.
Süddeutsche Zeitung, 25.11.2002
Ja, sie lasse sich als der Ausfluß der Freiheit selbst betrachten.
Pöhlmann, Robert von: Geschichte der sozialen Frage und des Sozialismus in der antiken Welt - Zweites Buch. In: Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1901], S. 6765
Manchmal ist der schleimige Ausfluß sehr blutig, manchmal nur bräunlich gefärbt.
Wilberg, Gerlinde M.: Zeit für uns, München: Frauenbuchverl. 1979, S. 53
In diesem Sinne sind alle Menschen ein Sohn Gottes, ein einziger Ausfluß des ewigen Wortes.
Vorländer, Karl: Geschichte der Philosophie. In: Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1913], S. 7273
Zitationshilfe
„Ausfluss“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Ausfluss>, abgerufen am 21.07.2019.

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