Auffassung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Auffassung · Nominativ Plural: Auffassungen
Aussprache
WorttrennungAuf-fas-sung
Wortzerlegungauffassen-ung
Wortbildung mit ›Auffassung‹ als Erstglied: ↗Auffassungsgabe · ↗Auffassungsvermögen · ↗Auffassungsweise
 ·  mit ›Auffassung‹ als Letztglied: ↗Arbeitsauffassung · ↗Berufsauffassung · ↗Dienstauffassung · ↗Geschichtsauffassung · ↗Grundauffassung · ↗Kunstauffassung · ↗Lebensauffassung · ↗Naturauffassung · ↗Privatauffassung · ↗Rechtsauffassung · ↗Sprachauffassung · ↗Staatsauffassung · ↗Weltauffassung · ↗Wirklichkeitsauffassung · ↗Wissenschaftsauffassung · ↗Zeitauffassung
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
nur im Singular
Fähigkeit, etw. aufzufassen, zu begreifen
Beispiele:
eine leichte, schnelle Auffassung haben
Hanno, mit seiner oft schwerfälligen Auffassung [Th. MannBuddenbrooks1,638]
[Wolf] hatte besonders für Tiere eine gute Auffassung und eine glückliche Hand [I. SeidelTor214]
2.
Ansicht, Meinung
Beispiele:
eine irrige, verfehlte, einseitige, abweichende, richtige, hohe Auffassung von etw. haben
eine Auffassung vertreten
gehoben eine Auffassung bekunden, darlegen
gehoben einer Auffassung beipflichten, huldigen
auf gesicherten Auffassungen aufbauen
zu einer einheitlichen Auffassung kommen
die Auffassungen stehen sich diametral gegenüber, sind unvereinbar
ich kann diese Auffassung nicht teilen
seine Auffassung ändern
es herrscht die Auffassung (vor), dass ...
nach meiner Auffassung
seine Auffassung von Beruf, Ehe, Liebe, Gesellschaft
die Rolle lässt verschiedene Auffassungen (= Interpretationen) zu

Thesaurus

Synonymgruppe
Anschauung · ↗Ansicht · ↗Aspekt · Auffassung · ↗Betrachtungsweise · ↗Blickwinkel · ↗Einstellung · ↗Haltung · ↗Meinung · ↗Position · Sicht der Dinge · ↗Sichtweise · ↗Standpunkt · ↗Überzeugung
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Anschauung · Auffassung · ↗Ausdruck · ↗Begriff · ↗Denkweise · ↗Idee · ↗Vorstellung
Unterbegriffe

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Möglicherweise hat es bei der Trennung nun unterschiedliche Auffassungen gegeben, die nicht unter einen Hut gebracht werden konnten.
Die Zeit, 28.03.2012 (online)
Er vertrat die Auffassung, daß Dichtung sich als religiöse Kunst äußern solle.
Maurice-Amour, Lila: Claudel. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1973], S. 6707
Nur wenige Studenten seien in der Lage, ihre eigenen Auffassungen in artikulierter Art auszudrücken.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1962]
Bevor das entschieden ist, gibt es nur die subjektive Auffassung.
o. A.: Einhundertachtundvierzigster Tag. Donnerstag, 6. Juni 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 23381
Sie schufen eine neue Auffassung literarischer Werke durch die Erforschung ihrer inneren Form.
Dilthey, Wilhelm: Der Aufbau der geschichtlichen Welt in den Geisteswissenschaften. In: Philosophie von Platon bis Nietzsche, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1910], S. 873
Zitationshilfe
„Auffassung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Auffassung>, abgerufen am 17.06.2019.

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