Arie, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Arie · Nominativ Plural: Arien
Aussprache
HerkunftItalienisch
Wortbildung mit ›Arie‹ als Letztglied: ↗Balzarie · ↗Bravourarie · ↗Hauptarie · ↗Konzertarie · ↗Liebesarie · ↗Opernarie
eWDG, 1967

Bedeutung

Musik großangelegtes Sologesangsstück (mit Instrumentalbegleitung)
Beispiele:
eine hohe, schwere Arie
eine Arie singen
die große Arie des dritten Aktes
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Arie f. ‘kunstvolles Sologesangstück’ (mit Instrumentalbegleitung in Oper, Oratorium oder selbständig als Konzertarie). Zugrunde liegt ital. aria ‘Erscheinungsform, Art’, dann (mit ähnlicher Bedeutungsentwicklung wie dt.Weise, s. d.) ‘Melodie, Lied’. Zu Anfang des 17. Jhs. wird aria in ital. Lautform, die bis zur 1. Hälfte des 18. Jhs. überwiegt, ins Dt. übernommen und gilt zunächst für jede singbare Melodie von geschlossener Form (z. B. Spielarien für Instrumente), als Gesangsform hat es die gleiche Bedeutung wie Lied. Mit der Entwicklung der Oper (Mitte 17. Jh.) bezeichnet ital. aria und danach (18. Jh.) dt. Arie die großangelegte Musizierform für Singstimme mit Orchester. Dem virtuosen Gesang dienen die Bravour- und die Koloraturarie.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Accompagnato Arie Arioso Chor Choral Chorsatz Duett Ensemble Kantate Koloratur Lied Madrigal Nachtstücke Oper Operette Oratorium Ouvertüre Rezitativ Ritornell Romanze Terzett altitalienisch erklingen gesungen nichtarisch schmettern singen strophisch trällern virtuos

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Arie‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ihre große Arie singt sie verlässlich, aber nicht so fantastisch flirrend wie ihr das schon andernorts mühelos geglückt ist.
Die Welt, 07.06.2003
Im ersten Teil modifizierte der Dirigent bei den Arien das Tempo kaum.
Süddeutsche Zeitung, 14.04.1998
Die unbegleiteten Arien schienen alle im gleichen Tempo zu sein.
Sinn und Form, 1985, Nr. 2, Bd. 37
In der Tat hatte sich die Arie in einer bedenklichen Weise entwickelt.
Schaal, Richard u. a.: Kantate. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1958], S. 40665
In einer großen Arie offenbart sie ihren Zorn gegen die eifersüchtigen Männer.
Schuhmann, Otto: Meyers Opernbuch, Leipzig: Bibliograph. Inst. 1938 [1935], S. 158
Zitationshilfe
„Arie“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Arie>, abgerufen am 14.10.2019.

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