Anwesenheit, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Anwesenheit · Nominativ Plural: Anwesenheiten · wird meist im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungAn-we-sen-heit (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Anwesenheit‹ als Erstglied: ↗Anwesenheitsappell · ↗Anwesenheitskontrolle · ↗Anwesenheitsliste
eWDG, 1967

Bedeutung

entsprechend der Bedeutung von anwesend, Gegenwort zu Abwesenheit
Beispiele:
etw. in, während seiner Anwesenheit besprechen
in Anwesenheit von mehreren ausländischen Gästen
in Anwesenheit des Bürgermeisters
jmds. Anwesenheit feststellen, bemerken
die Anwesenheit (= das Vorhandensein) einer Säure, von Gift
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

anwesend · Anwesen · Anwesenheit
anwesend Adj. ‘zugegen, gegenwärtig’; Gegensatz ↗abwesend (s. d.). Das seit Ende des 15. Jhs. bezeugte Adjektiv ist eigentlich Part. Präs. des nur noch mundartlich erhaltenen Verbs anwesen, ahd. anawesan ‘zugegen sein, dasein, vorhanden sein’ (9. Jh.), einer Übersetzung von lat. adesse; vgl. das mit ↗sein (s. d.) konkurrierende Simplex wesen (s. ↗Wesen). Anwesen n. substantivierter Infinitiv von anwesen (s. oben), daher zunächst ‘Gegenwart, Aufenthalt, Anwesenheit’ (15. Jh.); im Obd. entwickelt sich daraus ‘Grundstück mit Wohnhaus’ (Ende 15. Jh.). Anwesenheit f. ‘das Zugegensein, Dabeisein’ (1. Hälfte 17. Jh.), gebildet nach dem Vorbild des älteren ↗Abwesenheit (s. d.), daneben (bis ins 18. Jh.) gleichbed. Anwesen (s. oben).

Thesaurus

Synonymgruppe
Beisein · ↗Dasein · ↗Gegenwart · ↗Präsenz  ●  Anwesenheit (einer Person)  Hauptform · Zugegensein  geh.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abwesenheit Beobachter Botschafter Bundeskanzler Bundespräsident Ehrengast Kaiser Königin Prominenz Staatspräsident Streitkraft Truppe US-Truppe adeln beehren bezeugen bloß einweihen erforderlich erfordern erwünschen eröffnen fortdauernd körperlich permanent physisch pur schier ständig unterzeichnen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Anwesenheit‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das machte es leichter, seine Anwesenheit nicht persönlich zu nehmen.
Franck, Julia: Lagerfeuer, Köln: DuMont Literatur und Kunst Verlag 2003, S. 22
Sie hatte den Protest mangels Anwesenheit tatsächlich nicht vernehmen können.
Süddeutsche Zeitung, 13.08.2001
Wenn die Musik kurz aussetzt, wird man sich der Anwesenheit der Gäste sehr bewusst.
Der Tagesspiegel, 06.02.2001
Also das würde, ich will es versprechen, in meiner Anwesenheit würdest Du keine Finger erfrieren.
Brief von Ernst G. an Irene G. vom 05.02.1940, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Ich wollte das auch sagen, aber ich wurde durch die Anwesenheit des Beamten nervös.
Friedländer, Hugo: Die falsche Hofdame und der falsche Kammerherr. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1921], S. 7843
Zitationshilfe
„Anwesenheit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Anwesenheit>, abgerufen am 19.10.2019.

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