Anwesen, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Anwesens · Nominativ Plural: Anwesen
Aussprache
WorttrennungAn-we-sen (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Anwesen‹ als Letztglied: ↗Bauernanwesen · ↗Fabrikanwesen
eWDG, 1967

Bedeutung

Grundstück, (ländliches) Besitztum
Beispiele:
ein Anwesen haben, erwerben
ein kleines Gehöft, ein winziges, fast wertloses Anwesen [Th. MannBuddenbrooks1,530]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

anwesend · Anwesen · Anwesenheit
anwesend Adj. ‘zugegen, gegenwärtig’; Gegensatz ↗abwesend (s. d.). Das seit Ende des 15. Jhs. bezeugte Adjektiv ist eigentlich Part. Präs. des nur noch mundartlich erhaltenen Verbs anwesen, ahd. anawesan ‘zugegen sein, dasein, vorhanden sein’ (9. Jh.), einer Übersetzung von lat. adesse; vgl. das mit ↗sein (s. d.) konkurrierende Simplex wesen (s. ↗Wesen). Anwesen n. substantivierter Infinitiv von anwesen (s. oben), daher zunächst ‘Gegenwart, Aufenthalt, Anwesenheit’ (15. Jh.); im Obd. entwickelt sich daraus ‘Grundstück mit Wohnhaus’ (Ende 15. Jh.). Anwesenheit f. ‘das Zugegensein, Dabeisein’ (1. Hälfte 17. Jh.), gebildet nach dem Vorbild des älteren ↗Abwesenheit (s. d.), daneben (bis ins 18. Jh.) gleichbed. Anwesen (s. oben).

Thesaurus

Synonymgruppe
Anwesen · ↗Finca (span., südamer.) · ↗Herrenhaus · ↗Landgut · ↗Landhaus · ↗Landsitz · ↗Villa  ●  Domaine  franz. · Manor  engl.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
(bebautes) Grundstück · Anwesen  ●  ↗Liegenschaft  schweiz.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Durchsuchung Innenhof Sekt belagern bewohnen bewohnt bäuerlich denkmalgeschützt durchsuchen elterlich erbaut feudal gelegen herrschaftlich heruntergekommen hochherrschaftlich idyllisch landwirtschaftlich luxuriös ländlich nobel parkähnlich prachtvoll prächtig schloßartig schloßähnlich schmuck stattlich verfallen weitläufig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Anwesen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auf dem herrlichen Anwesen wird ein wunderbares Fest gefeiert, und doch ist am Ende alles aus den Fugen geraten.
Der Tagesspiegel, 12.03.2004
Alles in allem bleiben die Dimensionen des alten Anwesens erhalten.
Die Welt, 04.03.2003
Der Käufer dieses Anwesens hat ihn aufgefordert, dasselbe zu räumen.
Bobrowski, Johannes: Levins Mühle, Frankfurt a. M.: Fischer 1964, S. 178
Denn der deutsche Bauer vererbte sein Anwesen in einem zusammenhängenden Stück an den jeweils ältesten Sohn.
Harmjanz, Heinrich: Ostpreußische Bauern, Königsberg: Reichsnährstand Verl. Ges. 1939 [1938], S. 26
Ich kannte die Anwesen von den Führungen und hatte alles auf meine Weise erklärt.
Thelen, Albert Vigoleis: Die Insel des zweiten Gesichts, Düsseldorf: Claassen 1981 [1953], S. 418
Zitationshilfe
„Anwesen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Anwesen>, abgerufen am 23.05.2019.

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