Anthologie, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Anthologie · Nominativ Plural: Anthologien
Aussprache
WorttrennungAn-tho-lo-gie (computergeneriert)
HerkunftGriechisch
eWDG, 1967

Bedeutung

Blütenlese, Sammlung ausgewählter Gedichte oder Prosastücke
Beispiel:
der Verlag will eine Anthologie moderner Lyrik zusammenstellen, herausgeben
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Anthologie f. ‘Sammlung ausgewählter Gedichte, Sprüche, Prosastücke’. Das Adjektiv griech. anthológos (ἀνθολόγος) setzt sich zusammen aus griech. ánthos (ἄνθος) ‘Blüte, Blume’ und dem Nomen agentis zu griech. légein (λέγειν) ‘auflesen, sammeln’ (s. ↗-loge), bedeutet also ‘Blüten sammelnd’. Das abgeleitete Substantiv anthología (ἀνθολογία) ‘Blütenlese’ ist als literarischer Titel (einer Sammlung von Epigrammen) zuerst in byzantinischer Zeit (um 1300) bezeugt. Neuzeitliche Herausgeber antiker Texte übernehmen anthologia auch in lat. Titel. Im Dt. erscheinen Anthologie und das Adjektiv anthologisch seit der Mitte des 18. Jhs.

Thesaurus

Synonymgruppe
Auslese · ↗Auswahl · ↗Blütenlese · ↗Sammlung · ↗Textsammlung · ↗Zusammenstellung  ●  Anthologie  geh., Hauptform, bildungssprachlich · ↗Florilegium  fachspr., historisch, bildungssprachlich, lat. · ↗Spicilegium  fachspr., historisch, bildungssprachlich, lat.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Almanach Anthologie Dichtung Frankfurter Gedicht Gegenwartsliteratur Herausgeber Kurzgeschichte Lesebuch Liebesgedicht Literaturzeitschrift Lyrik Menschheitsdämmerung Mitherausgeber Nachwort Poesie Vorwort dreibändig ediert erschienen herausgeben herausgegeben kommentiert lesenswert vierbändig vorliegend zusammengestellt zusammenstellen zweisprachig übersetzt

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Anthologie‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Deshalb erscheinen auch immer wieder Anthologien, in denen sich alles um unsere Stadt dreht.
Der Tagesspiegel, 17.09.1997
Allein dieses Textes wegen war es wichtig, die Anthologie herausgeben zu wollen.
Süddeutsche Zeitung, 29.09.1995
Anthologien stattlich vertreten, sondern auch die Theoretiker seiner Zeit verweisen begünstigend auf ihn.
Arnold, Denis u. a.: Ferrabosco (Familie). In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1955], S. 12217
Die meisten Arbeiten westlicher Autoren sind Anthologien mit verbindendem Text.
Franke, Herbert: Sinologie, Bern: A. Francke 1953, S. 149
Die Anthologie des neuen Französisch tritt in ein neues Stadium.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1920. In: ders., Leben sammeln, nicht fragen wozu und warum, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2000 [1920], S. 105
Zitationshilfe
„Anthologie“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Anthologie>, abgerufen am 21.07.2019.

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