Anstellung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Anstellung · Nominativ Plural: Anstellungen
Aussprache
WorttrennungAn-stel-lung (computergeneriert)
Wortzerlegunganstellen-ung
Wortbildung mit ›Anstellung‹ als Erstglied: ↗Anstellungsurkunde · ↗Anstellungsverhältnis · ↗Anstellungsvertrag · ↗anstellungsfähig
 ·  mit ›Anstellung‹ als Letztglied: ↗Festanstellung
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
meist im Singular
das Anstellen, die Einstellung
Beispiele:
die Anstellung neuer Mitarbeiter
seine Anstellung (als Assistent) erfolgt am 1. Mai
2.
Stellung, Amt
Beispiele:
eine dauernde Anstellung finden
eine feste Anstellung suchen, erhalten, annehmen, aufgeben
jmdm. eine auskömmliche Anstellung versprechen, verschaffen
eine Anstellung mit vierzehntägiger Kündigung
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

stellen · Stelle · Stellmacher · Stellvertreter · Stellung · Stellage · abstellen · anstellen · Angestellter · Anstellung · ausstellen · Ausstellung · bestellen · entstellen · herstellen · wiederherstellen · Hersteller · Herstellung · nachstellen · verstellen · Verstellung · vorstellen · Vorstellung
stellen Vb. ‘an einem Ort zum Stehen bringen, aufstellen’, ahd. stellen (8. Jh.), mhd. stellen, stallen (Prät. mit Rückumlaut ahd. stalta, mhd. stalte, s. auch ↗Anstalt, ↗Gestalt), asächs. stellian ‘hinstellen’, mnd. mnl. nl. stellen, aengl. stellan sind im Sinne von ‘an einem Standort aufstellen’ gebildet zu germ. *stalla- ‘Standort, Platz’ (s. ↗Stall). Stelle f. ‘Ort, Platz, Amt, Behörde’, Rückbildung des 16. Jhs. aus dem Verb, eigentlich ‘Platz, Ort, wo etw. steht’; vgl. mhd. himelstelle ‘Stelle, Sitz im Himmel, Himmelsthron’. Stellmacher m. ‘wer Gestelle für Wagen herstellt’, spätmhd. (omd.) stellemacher, im Nordd. und Omd. verbreitet, zum ja-Stamm Stell n. ‘Gestell’ (frühnhd. bis ins 17. Jh., noch mundartlich im Nordd.), vgl. ahd. -stelli in forastelli ‘Stuhlverstopfung’ (um 1100); s. auch ↗Bettgestell. Stellvertreter m. ‘wer im Auftrag und Namen eines anderen handelt’ (17. Jh.). Stellung f. ‘das Stellen, Körperhaltung, Stand, Anordnung, Lage, Amt, Posten, militärisch befestigter Punkt bzw. Abschnitt’, mhd. stallunge, stellung; vgl. stellungslos (Ende 19. Jh.). Stellage f. ‘Gerüst, Gestell’, Übernahme (16. Jh.) von nl. stellage ‘Bau- oder Schaugerüst’, einer Bildung mit frz. Endung zu mnl. stellen (s. oben). abstellen Vb. ‘etw. abschaffen, beseitigen’ (15. Jh.), ‘niedersetzen’ (16. Jh.), ‘außer Betrieb setzen, abschalten, auf etw. abzielen’ (18. Jh.). anstellen Vb. ‘nahe woran stellen, lehnen, in eine Stelle, ein Amt einsetzen, bewerkstelligen, unternehmen, anstiften, zum Fließen, Strömen bringen’, reflexiv ‘sich anreihen’, mhd. anestellen ‘einstellen, aufschieben’; Angestellter m. ‘in einem abhängigen Arbeitsverhältnis Stehender’ (Anfang 19. Jh.); Anstellung f. ‘Arbeitsverhältnis, Arbeitsplatz’ (19. Jh.), ‘Einrichtung, Anordnung, Bewirkung’, auch ‘Aufschub’ (15. Jh.), Anstellung machen (17. Jh.) für älteres Anstalt(en) machen (s. ↗Anstalt). ausstellen Vb. ‘anfertigen, öffentlich zur Schau stellen, bemängeln, kritisieren’, auch ‘hinausstellen’ (15. Jh.); Ausstellung f. ‘öffentliches Zurschaustellen einer Sammlung o. ä., Ausfertigung, Bemängelung’ (17. Jh.). bestellen Vb. ‘in Auftrag geben, anfordern, bearbeiten, (eine Botschaft) ausrichten’, ahd. bistellen ‘besetzen, bekränzen’ (9. Jh.), mhd. bestellen ‘von allen Seiten umstellen, besetzen, einsäumen, einstellen, anordnen, besorgen, instand setzen’. entstellen Vb. ‘verunstalten’, mhd. entstellen, auch reflexiv ‘sich verstellen’, eigentlich ‘aus der rechten Stellung oder Form bringen’. herstellen Vb. ‘an einen bestimmten Platz stellen, restaurieren, anfertigen, produzieren’ (16. Jh.); wiederherstellen Vb. ‘in den alten Zustand versetzen, ausbessern, reparieren’ (18. Jh.); Hersteller m. ‘Produzent’ (19. Jh.), anfangs auch ‘Restaurator’; Herstellung f. ‘das Anfertigen, Produktion, Verlagsabteilung für typographische Gestaltung und Kalkulation der Bücher’ (19. Jh.). nachstellen Vb. ‘auflauern, verfolgen’ (16. Jh.; eigentlich Schlingen, Fallen stellen). verstellen Vb. ‘verbarrikadieren, an einen anderen Platz stellen, falsch stellen’, übertragen (reflexiv) ‘sich anders geben, als man ist, etw. vortäuschen’, mhd. verstellen ‘zum Stehen bringen, im Fließen aufhalten, (sich) verwandeln, verunstalten, unkenntlich machen’; Verstellung f. ‘Umstellung, Verunstaltung, (Vor)täuschung’ (15. Jh.). vorstellen Vb. ‘nach vorn stellen, bekannt machen’, reflexiv ‘sich ein geistiges Bild machen’ (16. Jh.); Vorstellung f. ‘das Bekanntmachen, geistiges Bild, Idee, Aufführung, Einwand, Vorhaltung’ (um 1600).

Thesaurus

Synonymgruppe
Anstellung · ↗Arbeit · ↗Beruf · ↗Beschäftigung · ↗Gewerbe · ↗Job · ↗Profession · ↗Tätigkeit  ●  ↗Maloche  ugs.
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Amt · Anstellung · ↗Arbeit · ↗Arbeitsplatz · ↗Arbeitsstelle · ↗Arbeitsverhältnis · ↗Beschäftigungsverhältnis · ↗Job · ↗Position · ↗Posten · ↗Stelle · ↗Stellung  ●  (die) Stätte seines Wirkens  geh.
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Beförderung DDR-Spion Haushaltshilfe Hilfskraft Hofkapelle Junglehrer Lebenszeit Olympiastützpunkt Organist Regierungsrat Schuldienst Staatsdienst Studienrat Vorbildung befristen befristet bewerben bezahlt dauerhaft erfinden erschleichen ersehnt etatsmäßig fest finden lebenslang lebenslänglich regulär unbefristet unkündbar

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Anstellung‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie erhielten schlecht bezahlte Anstellungen, obwohl sie hoch qualifiziert waren.
Der Tagesspiegel, 06.12.1999
Schließlich sieht es mit einer Anstellung bei der Kirche selbst längst nicht mehr rosig aus.
Süddeutsche Zeitung, 09.11.1995
Dann lebte er bis zu seinem Tode ohne feste Anstellung.
o. A.: P. In: Brockhaus-Riemann-Musiklexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1989], S. 7493
Da sein Alter ihm das Singen nicht mehr erlaubte, erstrebte er eine feste Anstellung.
Ghisi, Federico: Peri. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1962], S. 30840
Bei der Anstellung ihrer Beamten ist diese durch nichts rechtlich gebunden.
Meyer, Eduard: Geschichte des Altertums, Bd. I,2. In: Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1884], S. 19299
Zitationshilfe
„Anstellung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Anstellung>, abgerufen am 26.04.2019.

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