Annehmlichkeit, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Annehmlichkeit · Nominativ Plural: Annehmlichkeiten
Aussprache
WorttrennungAn-nehm-lich-keit
Wortzerlegungannehmlich-keit
eWDG, 1967

Bedeutung

Bequemlichkeit, kleiner Vorteil
Beispiele:
die Annehmlichkeiten des Lebens, der Welt
sich manche Annehmlichkeit leisten können
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

angenehm · (Un)annehmlichkeit
angenehm Adj. ‘erfreulich, wohltuend, willkommen’. Der Bildung spätmhd. (md.) angenēme gehen ahd. nāmi (9. Jh.), gināmi (Hs. 12. Jh.), mhd. genæme, (md.) genēme (s. ↗genehm) und gleichbed. mhd. annæme ‘annehmbar, angenehm’ (vgl. nhd. (Un)annehmlichkeit f. 17. Jh.) voraus, Verbaladjektive zu dem unter ↗nehmen (s. d.) behandelten Verb bzw. zu präfigiertem annehmen, eigentlich ‘was zu nehmen ist, annehmbar, was man gern (an)nimmt’. Das Adjektiv findet, begünstigt durch die Kanzleisprache und durch häufiges Vorkommen in Luthers Bibelübersetzung, schnell Verbreitung. In der Kaufmannssprache entwickelt sich angenehm im 17. Jh. zu ‘gesucht, begehrt’ in bezug auf Waren. Die heutige Bedeutung ist wesentlich beeinflußt von Kant; nach ihm ist angenehm ‘was den Sinnen in der Empfindung gefällt’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Anmut · Annehmlichkeit · ↗Behaglichkeit
Oberbegriffe
Ökonomie
Synonymgruppe
Annehmbarkeit · Annehmlichkeit · Lombardfähigkeit

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bequemlichkeit Bord Dasein Fensterheber Genuß Klimaanlage Klimaautomatik Komfort Lebensstil Luxus Sauna Verzicht Wohlstand Wohnen Zivilisation ausstatten erdenklich erkaufen genießen gewohnt gewöhnen materiell missen sonstig touristisch verbunden verwöhnen verzichten zivilisatorisch zweifelhaft

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Annehmlichkeit‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auch in Hotels, die sich ausschließlich über den Preis definieren, wollen die Gäste ein Minimum an Annehmlichkeiten.
Die Welt, 18.02.2000
Trotzdem brauchen die Bewohner auf urbane Annehmlichkeiten nicht zu verzichten.
Der Tagesspiegel, 16.11.1996
Naturgemäß leben, das heißt nicht, auf alle kleinen Annehmlichkeiten des Lebens verzichten.
Oheim, Gertrud: Das praktische Haushaltsbuch, Gütersloh: Bertelsmann 1967 [1954], S. 421
Das hieße allen Annehmlichkeiten des Lebens entsagen, ein ewig gehetztes Dasein führen!
Bredel, Willi: Die Väter. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelausgaben, Bd. 7, Berlin: Aufbau-Verl. 1973 [1946], S. 149
Er beraubt sie also in den meisten Fällen einer Annehmlichkeit.
Lehmann, Arthur-Heinz: Mensch, sei positiv dagegen!, Dresden: Heyne 1939 [1939], S. 108
Zitationshilfe
„Annehmlichkeit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Annehmlichkeit>, abgerufen am 23.04.2019.

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