Angel, die oder der

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Angel · Nominativ Plural: Angeln
Nebenform veraltet Angel · Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Angels · Nominativ Plural: Angeln
WorttrennungAn-gel
Wortbildung mit ›Angel‹ als Erstglied: ↗Angelgerät · ↗Angelhaken · ↗Angelkarte · ↗Angelköder · ↗Angelleine · ↗Angelplatz · ↗Angelrute · ↗Angelschnur · ↗Angelsport
eWDG, 1967

Bedeutung

Fischfanggerät, das aus einer Rute besteht, an deren Ende eine Schnur mit einem Haken befestigt ist
Beispiele:
die Angel auswerfen
der Fisch geht an die Angel
Sah nach dem Angel ruhevoll [GoetheFischer]
bildlich
Beispiel:
Während sie ... alle Angeln ihrer Reize nach Ihnen auswirft [O. Ludwig2,579]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Angel · angeln · Angler · Angelpunkt
Angel f. Rute mit Schnur und Haken zum Fischfang, ahd. (9. Jh.), asächs. aengl. angul, mhd. mnd. nl. angel, mnl. anghel, engl. angle, anord. ǫngull gehören als l-Ableitungen zu einem (im Nhd. untergegangenen) Substantiv ahd. (8. Jh.), asächs. ango, mhd. ange, mnl. anghe, aengl. anga, anord. angi ‘Spitze, Stachel’. Diese stellen sich mit verwandten lat. uncus ‘gekrümmt, Haken’, griech. ónkos (ὄγκος) ‘Biegung, Krümmung, Widerhaken’, ankýlos (ἄγκύλος) ‘krumm, gekrümmt’, aind. aṅkáḥ ‘Biegung, Haken’ zur Wurzel ie. *ank-, *ang- ‘biegen, krümmen’, zu der auch ↗Anger und ↗Anker (s. d.) gehören. Angel bezeichnet zunächst den gekrümmten Fanghaken (aus Knochen oder Metall) zum Fischfang, später das gesamte Fanggerät, so daß das Kompositum Angelhaken (Mitte 16. Jh.) nötig wird. Bereits im Ahd. ist daneben die Verwendung als ‘Stachel, Spitze’ sowie ‘Holz- oder Metallstift, um den sich die Türflügel drehen, Türangel’ belegt. angeln Vb. ‘mit der Angel fischen’, mhd. angeln; vgl. ahd. angulōn ‘mit Haken, mit Stacheln versehen’ (um 800). Angler m. (15. Jh.). Angelpunkt m. ‘Drehpunkt’, um den sich die Tür (metaphorisch: alles) dreht, daher ‘Kernpunkt, Hauptsache’ (vereinzelt Anfang 18. Jh., häufiger im 19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Angel · ↗Angelgerät · ↗Angelrute · ↗Rute

Typische Verbindungen
computergeneriert

Auswerfen Bergsteig Billard Bootfahren Camping Fisch Fischen Froschmann Fußballwelt Jagen Köder Radfahren Reiten Reuse Schwimmen Segel Segeln Surfen Tau Wandern Wassersport auswerfen fischen hebeln heben knarren quietschen rostig verrostet zappeln

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Angel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und irgendetwas scheint die Welt bald aus den Angeln zu heben.
Süddeutsche Zeitung, 20.09.2001
Dabei ist Angeln an sich gar nicht langweilig, Zuschauen beim Angeln ist langweilig.
Der Tagesspiegel, 01.08.2001
Stille Plätze zum Angeln finden sich bei fünf Seen überall.
Heller, Gisela: Märkischer Bilderbogen, Berlin: Berlin Verlag der Nation 1978, S. 57
Als ich nun Stück um Stück zusammen setzte, hatte ich eine wunderbare Angel.
Brief von Ernst G. an Irene G. vom 13.07.1940, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Er war dann imstande, mit Angeln sein ganzes Ensemble zu halten.
Ball, Hugo: Flammetti. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1918], S. 4899
Zitationshilfe
„Angel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Angel#1>, abgerufen am 12.11.2019.

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Angel, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Angel · Nominativ Plural: Angeln
WorttrennungAn-gel
Wortbildung mit ›Angel‹ als Erstglied: ↗Angelpunkt  ·  mit ›Angel‹ als Binnenglied: ↗sperrangelweit
eWDG, 1967

Bedeutung

Zapfen, um den sich die Tür, das Fenster dreht
Beispiele:
die Tür dreht sich, hängt, knarrt, kreischt in den Angeln
die Tür aus den Angeln heben
rostige Angeln
übertragen
Beispiel:
die Welt aus den Angeln heben (= grundlegend ändern)
bildlich zwischen Tür und Angelin aller Eile
Beispiele:
jmdm. etw. zwischen Tür und Angel sagen
jmdn. zwischen Tür und Angel abfertigen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Angel · angeln · Angler · Angelpunkt
Angel f. Rute mit Schnur und Haken zum Fischfang, ahd. (9. Jh.), asächs. aengl. angul, mhd. mnd. nl. angel, mnl. anghel, engl. angle, anord. ǫngull gehören als l-Ableitungen zu einem (im Nhd. untergegangenen) Substantiv ahd. (8. Jh.), asächs. ango, mhd. ange, mnl. anghe, aengl. anga, anord. angi ‘Spitze, Stachel’. Diese stellen sich mit verwandten lat. uncus ‘gekrümmt, Haken’, griech. ónkos (ὄγκος) ‘Biegung, Krümmung, Widerhaken’, ankýlos (ἄγκύλος) ‘krumm, gekrümmt’, aind. aṅkáḥ ‘Biegung, Haken’ zur Wurzel ie. *ank-, *ang- ‘biegen, krümmen’, zu der auch ↗Anger und ↗Anker (s. d.) gehören. Angel bezeichnet zunächst den gekrümmten Fanghaken (aus Knochen oder Metall) zum Fischfang, später das gesamte Fanggerät, so daß das Kompositum Angelhaken (Mitte 16. Jh.) nötig wird. Bereits im Ahd. ist daneben die Verwendung als ‘Stachel, Spitze’ sowie ‘Holz- oder Metallstift, um den sich die Türflügel drehen, Türangel’ belegt. angeln Vb. ‘mit der Angel fischen’, mhd. angeln; vgl. ahd. angulōn ‘mit Haken, mit Stacheln versehen’ (um 800). Angler m. (15. Jh.). Angelpunkt m. ‘Drehpunkt’, um den sich die Tür (metaphorisch: alles) dreht, daher ‘Kernpunkt, Hauptsache’ (vereinzelt Anfang 18. Jh., häufiger im 19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Angel · ↗Angelgerät · ↗Angelrute · ↗Rute

Typische Verbindungen
computergeneriert

Auswerfen Bergsteig Billard Bootfahren Camping Fisch Fischen Froschmann Fußballwelt Jagen Köder Radfahren Reiten Reuse Schwimmen Segel Segeln Surfen Tau Wandern Wassersport auswerfen fischen hebeln heben knarren quietschen rostig verrostet zappeln

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Angel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und irgendetwas scheint die Welt bald aus den Angeln zu heben.
Süddeutsche Zeitung, 20.09.2001
Dabei ist Angeln an sich gar nicht langweilig, Zuschauen beim Angeln ist langweilig.
Der Tagesspiegel, 01.08.2001
Stille Plätze zum Angeln finden sich bei fünf Seen überall.
Heller, Gisela: Märkischer Bilderbogen, Berlin: Berlin Verlag der Nation 1978, S. 57
Als ich nun Stück um Stück zusammen setzte, hatte ich eine wunderbare Angel.
Brief von Ernst G. an Irene G. vom 13.07.1940, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Er war dann imstande, mit Angeln sein ganzes Ensemble zu halten.
Ball, Hugo: Flammetti. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1918], S. 4899
Zitationshilfe
„Angel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Angel#2>, abgerufen am 12.11.2019.

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