Andenken, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Andenkens · Nominativ Plural: Andenken
Aussprache
WorttrennungAn-den-ken (computergeneriert)
Grundformandenken
Wortbildung mit ›Andenken‹ als Erstglied: ↗Andenkenindustrie · ↗Andenkenladen  ·  mit ›Andenken‹ als Letztglied: ↗Reiseandenken
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
nur im Singular
Erinnerung, Gedenken
Beispiele:
jmdm. etw. zum (ewigen) Andenken schenken
zum Andenken an den Verstorbenen, des Verstorbenen
jmdn. in gutem, freundlichem, bleibendem, treuem Andenken behalten
gehoben jmdm. ein ehrendes Andenken bewahren
gehoben sein Andenken wird uns immer teuer sein
gehoben jmds. Andenken hochhalten, ehren, würdigen, pflegen, verunglimpfen, schänden
gehoben etw. beim Andenken seiner Mutter geloben
2.
Gegenstand zur Erinnerung, Souvenir
Beispiele:
ein kleines, bleibendes, hübsches Andenken von der Reise mitbringen
so ein geschmackloses, kitschiges Andenken!
jmdm. etw. als Andenken überreichen
etw. als Andenken (an einen guten Freund, an die Urlaubstage) aufbewahren
spöttisch da hast du dir ein schönes Andenken mitgebracht

Thesaurus

Synonymgruppe
Andenken · ↗Erinnerungsstück · ↗Mitbringsel · ↗Reiseandenken  ●  ↗Souvenir  franz.
Synonymgruppe
Andenken · ↗Erinnerung · ↗Gedächtnis (an)  ●  ↗Merks  ugs.
Assoziationen
  • (jemandem) im Gedächtnis sein · ↗(sich) entsinnen · ↗(sich) erinnern · ↗erinnern · im Gedächtnis haben · im Kopf haben · in Erinnerung haben · noch wissen  ●  ↗memorieren  selten · (jemandem) erinnerlich sein  geh. · (jemandem) gegenwärtig sein  geh. · (jemandem) präsent sein  geh. · (sich) gemerkt haben  ugs. · behalten haben  ugs. · nicht vergessen haben  ugs.
Synonymgruppe
Andenken · ↗Gedenken · ↗Gedächtnis
Assoziationen
Synonymgruppe
Andenken · ↗Erbstück · ↗Erinnerungsstück

Typische Verbindungen
computergeneriert

Engel Ermordete Gefallene Herausgeberin Nachwelt Souvenir Tote Verewigung Verstorbene Verunglimpfung aufbewahren beschmutzen besudeln bewahren bleibend ehren ehrend ehrenvoll entehren fortleben hochhalten pflegen schänden selig unselig verunglimpfen wachhalten wahren widmen würdig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Andenken‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Im Andenken an die Toten sollte man sehr vorsichtig sein.
Süddeutsche Zeitung, 17.04.2004
Es galt dem Andenken an den Tod Jesu vor 1900 Jahren.
Die Zeit, 16.11.1950, Nr. 46
Ich bitte, sich zum ehrenden Andenken der Bremischen Toten von den Sitzen zu erheben.
o. A.: Amtseinführung des Reichsstatthalters Carl Röver in Bremen, 13.05.1933
Und den Alten hier was unterbrichst du ihn in seinem unaufhörlichen Andenken?
Rilke, Rainer Maria: [Gewitter-Segen]. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 1998 [1914], S. 2200
Behaltet mich lieb und in gutem Andenken, dann werde ich auch nach meinem Tode weiterleben.
Brief von Heinz Marcuse vom 27.09.1914. In: Witkop, Philipp (Hg.), Kriegsbriefe gefallener Studenten, München: Müller 1928 [1914], S. 232
Zitationshilfe
„Andenken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Andenken>, abgerufen am 20.08.2019.

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