Analytiker, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Analytikers · Nominativ Plural: Analytiker
Aussprache
WorttrennungAna-ly-ti-ker
HerkunftGriechisch
WortzerlegungAnalytik-er
Wortbildung mit ›Analytiker‹ als Letztglied: ↗Fallanalytiker · ↗Finanzanalytiker · ↗Psychoanalytiker · ↗Systemanalytiker
eWDG, 1967

Bedeutung

Beispiel:
er war ein scharfsinniger, kritischer, ausgezeichneter Analytiker (= beherrschte die Analyse)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Analyse · analysieren · analytisch · Analytiker
Analyse f. ‘Auflösung, Zergliederung, Untersuchung’, gelehrte Entlehnung aus gleichbed. mlat. analysis, griech. análysis (ἀνάλυσις), das zum Verb analýein (ἀναλύειν) ‘auflösen’, zusammengesetzt aus ↗ana- (s. d.) und griech. lýein (λύειν) ‘lösen’, gebildet ist. In wissenschaftlichen dt. Texten findet sich analysis bereits im 15. Jh.; gegen Mitte des 18. Jhs. wird die Endung (wohl unter dem Einfluß der seit Ende des 16. Jhs. im Frz. bezeugten Form analyse) dem im Dt. üblichen Lautstand angeglichen. analysieren Vb. ‘auf einzelne Merkmale hin untersuchen, zergliedern und dadurch klarlegen, eine chemische Analyse vornehmen’ (2. Hälfte 17. Jh.), von Analysis abgeleitet. analytisch Adj. ‘methodisch zergliedernd’ (Ende 17. Jh.), vgl. spätlat. analyticus, griech. analytikós (ἀναλυτικός) ‘auflösend, zum Lösen gehörig’. Analytiker m. (Ende 18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Analyst · ↗Organisator · Problemanalytiker  ●  Analytiker  bildungssprachlich
Oberbegriffe
Ökonomie
Synonymgruppe
Analytiker · Modellersteller · ↗Modellierer · ↗Systemanalytiker
Oberbegriffe
Synonymgruppe
Analytiker · ↗Psychoanalytiker · analytisch arbeitender Psychotherapeut
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Begehren Couch Gegenübertragung Kommentator Medienkritiker Moralist Mystiker Psychiater Taktiker Theoretiker Therapeut Zyniker akribisch besonnen brillant denkend exzellent hellsichtig klug kühl luzid messerscharf nüchtern orientiert scharfsichtig scharfsinnig scharfzüngig unbestechlich unerbittlich weitsichtig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Analytiker‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Zuvor hatte der "Analytiker" - so sein Pseudonym - gesagt, mit dem Einschleichen in die Netze großer Organisationen habe er lediglich seine Fähigkeiten weiterentwickeln wollen.
Der Tagesspiegel, 06.04.1998
Hinter dem Steuer verwandelt sich der sonst so lockere junge Mann daher in einen sturen Analytiker.
Süddeutsche Zeitung, 06.03.1997
Entsprechend der psychoanalytischen Grundregel versucht der Analytiker freies Assoziieren zu erleichtern.
Wetzel, Helmut u. Linster, Hans Wolfgang: Psychotherapie. In: Asanger, Roland u. Wenninger, Gerd (Hgg.) Handwörterbuch Psychologie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1980], S. 28885
Was sie beisteuern, scheint enger mit den Melodien verbunden zu sein, und ihre Auffälligkeit läßt Analytiker diese innige Verknüpfung gern vergessen.
Austin, William W.: Neue Musik. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1979], S. 43415
Die Analytiker sollten die Sprache in dem Punkt besser vor ihre Theorie setzen und sie richtiger deuten.
Hirschberger, Johannes: Geschichte der Philosophie, Bd. 2: Neuzeit und Gegenwart. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1952], S. 2294
Zitationshilfe
„Analytiker“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Analytiker>, abgerufen am 22.04.2019.

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