Amtsdeutsch, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum)
Aussprache
WorttrennungAmts-deutsch (computergeneriert)
WortzerlegungAmtDeutsch
eWDG, 1967

Bedeutung

verklausulierte, trockene Ausdrucksweise von Behörden
Beispiel:
in steifem, nüchternem Amtsdeutsch

Thesaurus

Linguistik/Sprache
Synonymgruppe
Behördensprache · ↗Kanzleideutsch · ↗Kanzleistil · ↗Papierdeutsch · Verwaltungsdeutsch · ↗Verwaltungssprache  ●  Amtsdeutsch  ugs. · ↗Beamtendeutsch  ugs. · Bürokratendeutsch  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Mischung formulieren heißen nüchtern schön trocken übersetzen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Amtsdeutsch‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Von diesem Moment an spricht man im Amtsdeutsch von Integration.
Die Zeit, 21.09.2009, Nr. 38
Trotzdem wird es nicht leicht sein, das Amtsdeutsch von heute auf morgen auszuradieren.
Süddeutsche Zeitung, 19.06.2004
Es sind ebenfalls präzise Formulierungen und eine verständliche Ausdrucksweise (kein "Amtsdeutsch") zu wählen.
Grahneis, Heinz u. Horn, Karlwilhelm (Hg.), Taschenbuch der Hygiene, Berlin: Verlag Volk u. Gesundheit 1972 [1967], S. 68
Nochmals eine andere Bedeutung haben »Blüten« im Amtsdeutsch unserer Polizei.
Krämer, Walter / Sauer, Wolfgang, Lexikon der populären Sprachirrtümer, Frankfurt a. M.: Eichborn 2001, S. 121
Darin sind die Voraussetzungen für den Erwerb eines Luftfahrerscheins, wie die Pilotenlizenz im Amtsdeutsch heißt, festgelegt.
o. A. [rm.]: Pilotenlizenz. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1982]
Zitationshilfe
„Amtsdeutsch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Amtsdeutsch>, abgerufen am 17.10.2019.

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