Ameise, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Ameise · Nominativ Plural: Ameisen
Aussprache
WorttrennungAmei-se
Wortbildung mit ›Ameise‹ als Erstglied: ↗Ameisenbär · ↗Ameisenei · ↗Ameisenfleiß · ↗Ameisenhaufen · ↗Ameisenlarve · ↗Ameisenlöwe · ↗Ameisennest · ↗Ameisenpuppe · ↗Ameisenspiritus · ↗Ameisenstaat · ↗Ameisenstraße · ↗Ameisensäure · ↗Ameisenvolk · ↗ameisengroß · ↗ameisenhaft
 ·  mit ›Ameise‹ als Letztglied: ↗Dieselameise · ↗Honigtopfameise · ↗Waldameise
eWDG, 1967

Bedeutungen

I.
staatenbildendes, meist in Nadelwäldern auftretendes, sehr geschäftiges Insekt
Beispiele:
eine rote Ameise
jmd. ist fleißig, geschäftig, betriebsam wie eine Ameise
II.
DDR, Technik, umgangssprachlich kleines Transportfahrzeug mit Dieselantrieb
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Ameise f. sozial lebendes Insekt mit hoch entwickelter Brutpflege. In ahd. ā̌meiʒa (8. Jh.), mhd. āmeiʒe, mnd. āmete, ēmete, mnl. āmete, aengl. æmet(t)e, engl. ant, emmet ist das Präfix westgerm. ā- ‘fort, weg’ (s. ↗Ohnmacht) mit einem Verbalstamm verbunden, den die Verben ahd. meiʒan, mhd. meiʒen, anord. meita ‘schneiden’, got. maitan ‘hauen, schneiden’ enthalten (s. ↗Meißel), so daß der Name des Tieres als ‘Abschneiderin’ (von Pflanzenteilen) zu verstehen ist, falls er sich nicht auf die deutliche Segmentierung zwischen Kopf, Thorax und Hinterleib bezieht. Ein aus mundartlichen Formen entwickeltes Emse versucht Oken (1815) vergeblich in die Literatursprache einzuführen.

Thesaurus

Zoologie
Synonymgruppe
Ameise  ●  Emse  veraltet, poetisch
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • 24-Stunden-Ameise · Tropische Riesenameise  ●  Bullet Ant  engl. · Paraponera clavata  fachspr., lat., griechisch
Assoziationen
  • Ameisenforscher · Ameisenkundler · Myrmekologe
  • Kleiner Ameisenbär · Tamandua
Synonymgruppe
Ameise (elektr.) · ↗Hubwagen · ↗Meise (elektr.)
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ameise Ameisenhauf Biene Blattlaus Fliege Grille Heuschrecke Insekt Kakerlak Käfer Marienkäfer Mücke Schabe Schmetterling Schmetterlinge Sozialverhalten Spinne Tausendfüßler Termite Tramp Wespe argentinisch emsig fleißig geröstet herumkrabbeln krabbeln krabbelnd kribbeln wuseln

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ameise‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und genau die haben durch ihren Geruch die Ameisen abgehalten.
Bild, 08.08.2000
Prompt wissen die anderen Ameisen nicht, wohin sie gehen sollen.
Süddeutsche Zeitung, 21.11.1998
Die weißen Ameisen leben vom Holze, sie bevorzugen totes Holz.
Rangnow, Rudolf: Tropenpracht und Urwaldnacht, Braunschweig: Gustav Wenzel & Sohn 1938 [1938], S. 157
Eine schwarze Ameise biß dem großen Admiral in den linken kleinen Zeh und starb.
Scheerbart, Paul: Immer mutig! In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1902], S. 4605
Die Ameisen verfolgen ihr Wild, hetzen es zu Tode oder umzingeln es.
Lucanus, Friedrich von: Im Zauber des Tierlebens, Berlin: Wegweiser-Verl. 1926 [1926], S. 330
Zitationshilfe
„Ameise“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Ameise>, abgerufen am 17.10.2019.

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