Alp, der

Alternative SchreibungAlb
GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Alp(e)s · Nominativ Plural: Alpe
Wortbildung mit ›Alp‹ als Erstglied: ↗Albdruck · ↗Albdrücken · ↗Albtraum · ↗Alpdruck · ↗Alpdrücken · ↗Alptraum
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
koboldhaftes Wesen, Nachtgespenst
Beispiel:
der weiße Alp fiel mir ein [Storm3,115]
2.
meist im Singular
schwerer seelischer Druck
Beispiel:
es lag ihm (wie) ein Alp auf der Brust, Seele
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Alb · Alp2
Alb m. niederer, unterirdischer Naturgeist. Nach dem germanischen Volksglauben stehen die Alben, Elben, elbischen Wesen den Kobolden und Zwergen nahe (vgl. den Namen des Zwergkönigs Alberich ‘der die Macht und den Reichtum der Elben besitzt’; afrz. Alberon, frz. Oberon). Sie können die Menschen bedrängen und müssen daher versöhnlich gestimmt werden, so daß sie teils als feindlich, teils als freundlich angesehen werden. Ahd. alb (11. Jh.), mhd. alp, asächs. mnd. mnl. nl. alf, aengl. ælf, engl. elf, anord. alfr gehen möglicherweise wie ahd. elbiʒ, anord. elptr, ǫlpt, russ.-kslaw. lebedь, russ. lébed’ (лебедь) ‘Schwan’ und lat. albus ‘weiß’ auf ie. *albh- ‘weiß’ zurück, so daß das Wort als ‘weiße Nebelgestalt’ zu deuten ist. Doch auch eine Verbindung zu aind. ṛbhúḥ ‘geschickt, kunstfertig, Künstler, Schmied’ ist denkbar, da Zwerge und Elben als kunstfertige Schmiede gelten. Die christliche Kirche interpretiert die Elben als Dämonen, die mit dem Teufel im Bunde stehen. Die wenigen ahd. Belege verstehen unter alb bereits ein gespenstisches, heimtückisches Wesen, einen Nachtmahr, der später als Druckgeist aufgefaßt wird und durch seine drückende Last auf der Brust des Schlafenden Atembeklemmung verursacht, dafür heute meist Alp2 m. vgl. Alpdrücken (um 1700), Alpdruck (um 1800), Alptraum (19. Jh.). Engl. elf wird im 18. Jh. als ↗Elfe, ↗Elf (s. d.) ins Dt. entlehnt; es setzt die den Menschen freundliche Einstellung elbischer Wesen fort, und die Elfen werden in der Romantik zu lieblichen Lichtgestalten idealisiert.

Alp1 · Alpe · Alm
Alp1 Alpe f. ‘Weideplatz im Gebirge, Hochweide’, ahd. alba (10. Jh.), mhd. albe, dazu die Gebirgsnamen Alb und der Plural Alpen (lat. Alpēs) gehen wahrscheinlich auf ein altes Wort *alb- ‘hoher Berg’ zurück, das einer nicht-ie. Sprache angehört. Gebirgsbewohner verbinden mit Alp die Vorstellung grüner Weideplätze, während entfernt Wohnende an die rauhe Unwirtlichkeit und den ewigen Schnee der Gipfel denken. Daher wird schon in antiken Berichten der Name Alpen volksetymologisch mit ie. *albh- ‘weiß’ (vgl. lat. albus ‘weiß’ und s. ↗Alb) verknüpft. Dem Nominativ mhd. albe steht in den übrigen Kasus die Form alben gegenüber, die durch Zusammenziehung und Angleichung zu gleichbed. Alm f. entwickelt wird (Ende 15. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Alm · Alp · Alpweide · ↗Bergweide · ↗Bergwiese · ↗Matte  ●  Alb  alemannisch · ↗Alpe  westösterreichisch
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Hochsäß · ↗Maien · ↗Maiensäß · Maisäß · Niederleger · Vorsäß
Assoziationen
  • Almwirtschaft · Alpwirtschaft · Bergweidewirtschaft · Hochwirtschaft

Typische Verbindungen
computergeneriert

Band Popgeschichte Single Song Stola aktuell beid bisherig blättern dick drei einspielen erfolgreich erschienen folgend großartig herausbringen kleben komplett letzt meistverkauft produzieren produziert verkauft veröffentlichen veröffentlicht vier vorangegangen vorherig zwei

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Alb‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wie schmeckt er denn nun, der typische Whisky von der Schwäbischen Alb?
Die Zeit, 27.10.2013, Nr. 44
Selbst wenn er auch so viele haben wollte, die Alb lässt ihm dazu keine Chance.
Der Tagesspiegel, 21.05.2001
Die rötlichbraunen Läden des kleinen Hauses auf der Alp standen weit offen.
Knittel, John: Via Mala, Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1957 [1934], S. 605
Ein erfrischendes Bad vertrieb den Alp der Nacht und dann wanderten wir wieder los zur Erkundungsfahrt.
Rangnow, Rudolf: Tropenpracht und Urwaldnacht, Braunschweig: Gustav Wenzel & Sohn 1938 [1938], S. 36
Die Trauer lag auf der erschrockenen Stadt wie ein drückender Alp.
Ganghofer, Ludwig: Lebenslauf eines Optimisten. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 26462
Zitationshilfe
„Alp“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Alp#1>, abgerufen am 24.08.2019.

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Alb, die

Alternative SchreibungAlp
GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Alb · Nominativ Plural: Alben
Wortbildung mit ›Alb‹ als Erstglied: ↗Alphorn · ↗Alphütte · ↗Alpsegen
eWDG, 1967

Bedeutung

Hochweide, Alm
Beispiel:
die ich […] auf der Alp alljährlich im Tanze schwenkte [C. F. MeyerAmulett3,22]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Alb · Alp2
Alb m. niederer, unterirdischer Naturgeist. Nach dem germanischen Volksglauben stehen die Alben, Elben, elbischen Wesen den Kobolden und Zwergen nahe (vgl. den Namen des Zwergkönigs Alberich ‘der die Macht und den Reichtum der Elben besitzt’; afrz. Alberon, frz. Oberon). Sie können die Menschen bedrängen und müssen daher versöhnlich gestimmt werden, so daß sie teils als feindlich, teils als freundlich angesehen werden. Ahd. alb (11. Jh.), mhd. alp, asächs. mnd. mnl. nl. alf, aengl. ælf, engl. elf, anord. alfr gehen möglicherweise wie ahd. elbiʒ, anord. elptr, ǫlpt, russ.-kslaw. lebedь, russ. lébed’ (лебедь) ‘Schwan’ und lat. albus ‘weiß’ auf ie. *albh- ‘weiß’ zurück, so daß das Wort als ‘weiße Nebelgestalt’ zu deuten ist. Doch auch eine Verbindung zu aind. ṛbhúḥ ‘geschickt, kunstfertig, Künstler, Schmied’ ist denkbar, da Zwerge und Elben als kunstfertige Schmiede gelten. Die christliche Kirche interpretiert die Elben als Dämonen, die mit dem Teufel im Bunde stehen. Die wenigen ahd. Belege verstehen unter alb bereits ein gespenstisches, heimtückisches Wesen, einen Nachtmahr, der später als Druckgeist aufgefaßt wird und durch seine drückende Last auf der Brust des Schlafenden Atembeklemmung verursacht, dafür heute meist Alp2 m. vgl. Alpdrücken (um 1700), Alpdruck (um 1800), Alptraum (19. Jh.). Engl. elf wird im 18. Jh. als ↗Elfe, ↗Elf (s. d.) ins Dt. entlehnt; es setzt die den Menschen freundliche Einstellung elbischer Wesen fort, und die Elfen werden in der Romantik zu lieblichen Lichtgestalten idealisiert.

Alp1 · Alpe · Alm
Alp1 Alpe f. ‘Weideplatz im Gebirge, Hochweide’, ahd. alba (10. Jh.), mhd. albe, dazu die Gebirgsnamen Alb und der Plural Alpen (lat. Alpēs) gehen wahrscheinlich auf ein altes Wort *alb- ‘hoher Berg’ zurück, das einer nicht-ie. Sprache angehört. Gebirgsbewohner verbinden mit Alp die Vorstellung grüner Weideplätze, während entfernt Wohnende an die rauhe Unwirtlichkeit und den ewigen Schnee der Gipfel denken. Daher wird schon in antiken Berichten der Name Alpen volksetymologisch mit ie. *albh- ‘weiß’ (vgl. lat. albus ‘weiß’ und s. ↗Alb) verknüpft. Dem Nominativ mhd. albe steht in den übrigen Kasus die Form alben gegenüber, die durch Zusammenziehung und Angleichung zu gleichbed. Alm f. entwickelt wird (Ende 15. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Alm · Alp · Alpweide · ↗Bergweide · ↗Bergwiese · ↗Matte  ●  Alb  alemannisch · ↗Alpe  westösterreichisch
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Hochsäß · ↗Maien · ↗Maiensäß · Maisäß · Niederleger · Vorsäß
Assoziationen
  • Almwirtschaft · Alpwirtschaft · Bergweidewirtschaft · Hochwirtschaft

Typische Verbindungen
computergeneriert

Alm Alp Blonde Compagnie Gletscher Hochlage Lawinenabgang Lawinengefahr Lawinenunglück Mittelgebirge Nordrand Schneefall Skifahren Skigebiet Skiort Sonnenseite Südrand Südseite Wintersportgebiet Wintersportort arg bayerisch bayrisch französisch glühen karnisch verschneit Überquerung österreichisch überqueren

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Alb‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ergo finden sich keine Songs der ersten vier Alben im Programm.
Die Welt, 24.03.2003
Welche Platten nehme ich darauf auf, welche Alben passen zusammen?
Der Tagesspiegel, 10.07.2001
Dann nahm er die Platte vorsichtig vom Teller und verstaute sie wieder in einem der Alben.
Goosen, Frank: Liegen lernen, Frankfurt am Main: Eichborn AG 2000, S. 0
Der Verkäufer sah meine Alben durch und bot mir sechzig Mark.
Schlink, Bernhard: Der Vorleser, Zürich: Diogenes 1995, S. 45
Aber trotz des ungeheuren Erfolgs dieser Alben sind sie heute völlig vergessen; waren sie doch lediglich eine Modeerscheinung.
Sartori, Claudio: De Giosa. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1954], S. 20060
Zitationshilfe
„Alb“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Alb#2>, abgerufen am 24.08.2019.

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