Akkumulation, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Akkumulation · Nominativ Plural: Akkumulationen
Aussprache
WorttrennungAk-ku-mu-la-ti-on
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Akkumulation‹ als Erstglied: ↗Akkumulationsfonds · ↗Akkumulationstheorie  ·  mit ›Akkumulation‹ als Letztglied: ↗Kapitalakkumulation
eWDG, 1967

Bedeutung

politische Ökonomie Anhäufung, Ansammlung
Beispiele:
die ursprüngliche, kapitalistische Akkumulation
Mit der Akkumulation des Kapitals entwickelt sich daher die spezifisch kapitalistische Produktionsweise [MarxKapital1,658]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

akkumulieren · Akkumulation · Akkumulator · Akku
akkumulieren Vb. ‘anhäufen, ansammeln’, entlehnt (Mitte 16. Jh.) aus gleichbed. lat. accumulāre, vgl. lat. cumulāre ‘häufen’ (zu lat. cumulus ‘Haufen, aufgetürmte Masse’, s. ↗Kumulus) und ad- ‘zu, an, hin(zu), heran, herbei’. In der Wirtschaft ‘Geld, Kapital, Gewinn, Arbeit, Produktionsmittel anhäufen’ (1821, Wiedergabe von engl. to accumulate), dann speziell ‘Mehrwert in Kapital rückverwandeln’ (Marx 1844). Dazu Akkumulation f. ‘Anhäufung, Ansammlung, Speicherung’ (1. Hälfte 19. Jh.), aus gleichbed. lat. accumulātio (Genitiv accumulātiōnis); vgl. Akkumulation des Kapitals (1821, Wiedergabe von engl. accumulation of capital, von A. Smith 1776 geprägt), dann speziell ‘Rückverwandlung eines möglichst großen Teils des Mehrwerts in konstantes und in variables Kapital’ (Marx 1844). Akkumulator m. ‘auf elektrochemischer Basis arbeitender Stromspeicher, hydraulischer Druckspeicher’ (80er Jahre 19. Jh.; vgl. wenig älteres frz. accumulateur und engl. accumulator), von lat. accumulātor ‘Anhäufer’; dazu das Kurzwort Akku m. (20er Jahre 20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Anhäufung · ↗Ansammlung (von) · ↗Ballung · ↗Häufung · ↗Sammlung · ↗Zusammenballung · ↗Zusammenstellung  ●  ↗Agglomeration  geh. · ↗Aggregation  geh., bildungssprachlich · Akkumulation  geh., bildungssprachlich · ↗Kompilation  fachspr. · ↗Konglomerat  fachspr. · ↗Konglomeration  fachspr.
Assoziationen
Linguistik/Sprache
Synonymgruppe
Accumulatio · Akkumulation · Worthäufung
Oberbegriffe
Ökonomie
Synonymgruppe
Akkumulation · ↗Aufstockung
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Akkumulation Besitz Elend Gesetz Kapital Konsumtion Macht Methode Mittel Phase Prinzip Prozeß Reichtum Schuld Steigerung Tendenz Vermögen Wissen befördern fiktiv kapitalistisch national real sogenannt sozialistisch unbegrenzt ursprünglich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Akkumulation‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Eine umfassende Akkumulation in allen Abteilungen stellt sich nicht ein.
o. A.: DER FREIE WELTMARKT - KRIEGSWIRTSCHAFTLICH VERPLANT. In: Marxistische Zeit- und Streitschrift 1980-1991, München: Gegenstandpunkt Verl. 1998 [1985]
Die gegenseitige Verschiebung erfolgt nicht ohne die Akkumulation von elastischer Spannung.
Die Zeit, 16.11.1973, Nr. 47
Ich habe mir angewöhnt, »Macht« als »Akkumulation von Mitteln für freigehaltene Zwecke« zu definieren.
Weizsäcker, Carl Friedrich von: Bewußtseinswandel, München: Hanser 1988, S. 122
Die Akkumulation des Mehrwerts bringt das Kapital in die Bewegung der Konzentration.
Taubes, Jacob: Abendländische Eschatologie, München: Matthes und Seitz, 1991 [1947], S. 179
Die »verborgene pädagogische« Wirkung der Kunstwerke führte zu einer Akkumulation der Begriffe von Musik, die mit den bedeutenden Werken und Stilformen gesetzt waren.
Sakka, Keisei u. a.: Pädagogik der Musik. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1962], S. 38391
Zitationshilfe
„Akkumulation“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Akkumulation>, abgerufen am 17.10.2019.

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