Ahne, der oder die

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
GrammatikSubstantiv (Femininum)
WorttrennungAh-ne
Wortbildung mit ›Ahne‹ als Letztglied: ↗Urahne
DWDS-Verweisartikel, 2015

Bedeutung

Synonym zu Ahn
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Ahn · Ahne · Ahnherr · Ahnfrau · Urahn · Ahnenkult
Ahn m. ‘Vorfahr’, ahd. ano (9. Jh.), mhd. an(e), ene, mnd. āne ‘Vorfahr, Großvater, Urgroßvater’. Das im germ. Sprachbereich nur im Dt. gebräuchliche Wort hat eine vereinzelte Entsprechung in dem Kompositum mnl. aenhete ‘(Ur)großvater’; außergerm. Verwandte sind griech. annís (ἀννίς) ‘Großmutter’, lat. anna ‘Pflegemutter’, anus ‘alte Frau, Greisin’, so daß sich eine Wurzel ie. *an- ‘männlicher oder weiblicher Vorfahr’ erschließen läßt, wohl ein Lallwort der Kindersprache. Eine Deminutivbildung zu Ahn ist ↗Enkel (s. d.). Ahne f. ‘(Ur)großmutter’, ahd. ana (9./10. Jh.), mhd. ane. Ahnherr m. ‘Stammvater eines Geschlechts, Vorfahr’, mhd. anherre. Ahnfrau f. mhd. anvrou(we). Urahn m. ‘männlicher Vorfahr, Urgroßvater’, ahd. urano (Hs. 12. Jh.), mhd. urane, urene. Ahnenkult m. ‘kultische Verehrung der Vorfahren’ (Ende 19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Ahn · Ahne · ↗Ahnherr · ↗Begründer · ↗Gründer · ↗Stammvater · ↗Urahn · ↗Vorläufer
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bildungsministerin Dämon Gebein Geist Geistern Gott Grab KMK-Präsidentin Kultusministerin Nachkomme Präsidentin Schatten Spider Tube Urahne Verehrung Vorfahr abstammen adoptiert erlaucht forschen geistig schottisch tierisch verehren vergessen vergöttlicht verstorben väterlich weiblich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ahne‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Andere fühlen sich in der heutigen Zeit erst recht hingezogen zur Tradition ihrer Ahnen.
Der Tagesspiegel, 06.09.1999
In dieser Welt sind die Berge heilig, denn dort wohnen die Ahnen.
Süddeutsche Zeitung, 19.03.1997
Ahne da etwas, dort etwas, sei aber unverwertbar für die Praxis.
Feuchtwanger, Lion: Erfolg. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelbänden, Bd. 6, Berlin: Aufbau-Verl. 1993 [1930], S. 1032
Und die Mutter sprach auch von den Ahnen ihres Sohnes.
Meisel-Hess, Grete: Die Intellektuellen. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1911], S. 10964
Letzterer erfordert eine Probe auf 16 Ahnen von stiftsfähigem Adel.
Baudissin, Wolf von u. Baudissin, Eva von: Spemanns goldenes Buch der Sitte. In: Zillig, Werner (Hg.), Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1901], S. 17722
Zitationshilfe
„Ahne“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Ahne>, abgerufen am 27.05.2019.

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