Abtrünnige, die oder der

GrammatikSubstantiv (Femininum, Maskulinum) · Genitiv Singular: Abtrünnigen · Nominativ Plural: Abtrünnige(n)
Mit Pluralendung -n wird das Wort in der schwachen Flexion (bestimmter Artikel) und der gemischten Flexion (Indefinitpronomen, Possessivpronomen) gebildet, z. B. die, keine Abtrünnigen, in der starken Flexion ist die Endung unmarkiert, z. B. zwei, einige Abtrünnige.
WorttrennungAb-trün-ni-ge
Grundformabtrünnig
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

jmd., der abtrünnig ist

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Spätestens im folgenden Jahr fanden sich die Abtrünnigen stets wieder ein.
Süddeutsche Zeitung, 27.02.1996
Nach islamischem Recht sind jedoch Abtrünnige vom muslimischen Glauben dem Tode verfallen.
o. A. [ky.]: Fatwa. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1993]
Für die Juden sei er ein »Abtrünniger«, für die Deutschen kein Deutscher.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1942. In: ders., Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1942], S. 188
In langwierigen Kontroversen mußte er sich bald behaupten gegen den benediktinischen Vorwurf, eine Gründung von Abtrünnigen zu sein.
Borst, Arno: Religiöse und geistige Bewegungen im Hochmittelalter. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1963], S. 7654
Es soll eine heilige Stadt sein und es macht Abtrünnige, Treulose, Verräter.
Voß, Richard: Zwei Menschen, Stuttgart: Engelhorn 1911 [1949], S. 126
Zitationshilfe
„Abtrünnige“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Abtrünnige>, abgerufen am 20.07.2019.

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