Ablaut, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Ablaut(e)s · Nominativ Plural: Ablaute · wird meist im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungAb-laut (computergeneriert)
Grundformablauten
Wortbildung mit ›Ablaut‹ als Grundform: ↗ablauten
eWDG, 1967

Bedeutung

Sprachwissenschaft gesetzmäßiger, aus der Grundsprache ererbter Vokalwechsel in stammverwandten Formen
Beispiele:
der Ablaut in ›binden, band, gebunden‹
der Ablaut in den germanischen Sprachen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Ablaut m. aus dem Indoeuropäischen ererbter, nach bestimmten Gesetzmäßigkeiten sich vollziehender Vokalwechsel in etymologisch zusammengehörigen Wörtern und Wortformen. Als sprachwissenschaftlicher Terminus wird das Wort gültig seit Jacob Grimm (1819), doch ist es vereinzelt bereits im 17. und 18. Jh. bezeugt in der Bedeutung ‘von der Regel abweichender Laut’, auch ‘mißtönender Laut’ (vgl. frühnhd. ablawtig ‘mißtönend’, 15. Jh.). Zur Etymologie s. ↗ab und ↗laut Adj.

Thesaurus

Linguistik/Sprache
Synonymgruppe
Ablaut · ↗Apophonie
Oberbegriffe
  • Konjugationsmittel
  • Ableitungsmittel · Derivationsmittel
  • Ableitungsverfahren · Derivationsverfahren
Assoziationen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Saarländer kennt zwar keinen Genetiv, keinen Umlaut, keinen Ablaut, aber er kennt die Verwendung mehrerer Bindewörter auf einmal.
Die Zeit, 24.06.1977, Nr. 26
Aus dem Verbum melpein sind ferner durch Ablaut die Substantive molpn = Gsg. und molpos = Sänger entstanden.
Dahlhaus, Carl u. Hüschen, Heinrich: Melodie. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1961], S. 38698
Zitationshilfe
„Ablaut“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Ablaut>, abgerufen am 24.05.2019.

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