Ablativ, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Ablativs · Nominativ Plural: Ablative
Aussprache
WorttrennungAb-la-tiv
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Ablativ‹ als Erstglied: ↗ablativisch
eWDG, 1967

Bedeutung

Sprachwissenschaft Kasus der lateinischen Deklination
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Ablativ m. Die Bezeichnung des im Dt. (wie auch in den übrigen germ. Sprachen) nicht vorhandenen, in anderen ie. Sprachen, vor allem im Lat. erhaltenen Kasus, der ursprünglich eine Trennung oder Entfernung, eine Bewegung ‘von … weg’ ausdrückt und auch als Instrumentalis gebraucht wird, ist entlehnt aus lat. (cāsus) ablātīvus (sechster Kasus der lateinischen Deklination), zu lat. ablātus, dem Part. Perf. von lat. auferre ‘forttragen, entfernen, trennen’, einer präfigierten, die Trennung ausdrückenden Bildung von lat. ferre ‘tragen, bringen, verbreiten’. Zunächst (seit etwa 1400) und bis ins 18. Jh. in der lat. Form Ablativus, dann (Antesperg 1747) Ablativ.

Thesaurus

Synonymgruppe
Ablativ · Trennungsfall
Oberbegriffe
  • 4 Fälle · ↗Fall · vier Fälle  ●  Beugungsfall  fachspr. · ↗Kasus  fachspr., Hauptform

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Alles ist absurd - die Mathematik, der Ablativ, und das Theater sowieso.
Süddeutsche Zeitung, 09.06.1994
Statt dessen habe ich mich mit Hyperbeln, dem Ablativ und dem Nibelungenlied ausgiebig beschäftigen dürfen.
Die Zeit, 28.04.1967, Nr. 17
Zitationshilfe
„Ablativ“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Ablativ>, abgerufen am 24.07.2019.

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