-selig

GrammatikAffix
Grundformselig
Wortbildung mit ›-selig‹ als Letztglied: ↗bierselig · ↗gefühlsselig · ↗glückselig · ↗gottselig · ↗trinkselig · ↗tränenselig · ↗unglückselig · ↗vertrauensselig · ↗weinselig · ↗wortselig
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

(meist) spöttisch, scherzhaft drückt in Bildungen mit Substantiven aus, dass die beschriebene Person in etw. schwelgt, sich dem damit verbundenen oder dadurch ausgelösten Gefühl (allzu) bereitwillig hingibt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

-selig bildet Adjektivableitungen auf -ig von Substantiven mit dem Suffix ↗-sal (s. d.); etymologische Beziehungen zu dem unter ↗selig, s. d., behandelten Adjektiv bestehen daher nicht; vgl. armselig ‘ärmlich, dürftig’ (15. Jh.), zu mhd. armsal ‘Armut, Elend’ (s. ↗arm); labselig (16. Jh.), zu mhd. labesal (s. ↗laben); mühselig, mhd. müeje-, müesalic, zu ahd. muosal, mhd. müeje-, müesal (s. ↗mühen); saumselig, mhd. sūmeselic, zu mhd. sūmesal (s. ↗säumen); scheuselig (16. Jh.), zu Scheusal (s. ↗scheu). Dazu analog (ohne substantivi-sches Ausgangswort auf -sal) feindselig (15. Jh.), holdselig (15. Jh.). Davon zu trennen sind mit ↗selig (s. d.) zusammengesetzte Adjektive wie glückselig, mhd. gelücksælec (s. ↗Glück), friedselig (16. Jh.), weinselig (19. Jh.).
Zitationshilfe
„-selig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/-selig>, abgerufen am 16.10.2019.

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