-seits

GrammatikAdjektiv
formal verwandt mitSeite
Wortbildung mit ›-seits‹ als Letztglied: ↗allerseits · ↗allseits · ↗amtlicherseits · ↗andererseits · ↗anderseits · ↗andrerseits · ↗bauseits · ↗behördlicherseits · ↗beiderseits · ↗beidseits · ↗bergseits · ↗deinerseits · ↗deutscherseits · ↗diesseits · ↗dortseits · ↗einerseits · ↗euerseits · ↗eurerseits · ↗höhererseits · ↗ihrerseits · ↗jenseits · ↗keinerseits · ↗klägerischerseits · ↗landseits · ↗linkerseits · ↗längsseits · ↗meinerseits · ↗mütterlicherseits · ↗offiziellerseits · ↗rechterseits · ↗seinerseits · ↗staatlicherseits · ↗unsererseits · ↗unserseits · ↗unsrerseits · ↗väterlicherseits · ↗ärztlicherseits
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
wird mit Adjektiven und dem Fugenzeichen -er- zur Bildung von Adverbien verwendet   vonseiten der, des …; auf … Seite
2.
bezeichnet in Bildungen mit Substantiven (seltener mit Adjektiven + -er-) den Ort, die Stelle   an, auf der Seite von
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Seite · -seits · seitlich · beseitigen · seitens · Seitensprung
Seite f. ‘Flanke, begrenzende Linie einer Fläche, Grenzfläche eines Körpers’, ahd. sīta (9. Jh.), mhd. sīt(e), asächs. sīda, mnd. sīde, sīt, mnl. sīde, nl. zijde, afries. aengl. sīde, engl. side, anord. sīða, schwed. sida (germ. *sīdōn) sind als Substantivierungen eines in ahd. sīto Adv. ‘schlaff’ (9. Jh.), asächs. sīd ‘weit’, mnd. sīt, mnl. sīde ‘niedrig, weit’, aengl. sīd ‘weit, breit, ausgedehnt, lang’, anord. sīðr ‘herabhängend, weit, groß’ belegten germ. Adjektivs anzusehen. Wenn dieses mit kymr. hyd ‘Länge, Fortdauer, Weile’, air. sīr ‘langdauernd, ewig’, mir. sith- ‘lang, andauernd’, lit. sietuvà ‘tiefe Stelle im Fluß’ und den unter ↗seit (s. d.) genannten Formen verbunden und an die dort angeführte Wurzel in ihrer abgeleiteten Bedeutung angeschlossen werden kann, ist Seite als ‘das sich räumlich lang Hinziehende’ zu deuten, zuerst in bezug auf die menschliche (dann auch tierische) Körperseite, die sich vom Arm aus lang nach unten hinzieht. Danach übertragen ‘begrenzende Gerade einer geometrischen Figur’ (15. Jh.), ‘Buchseite’ (Anfang 16. Jh.), ‘entgegenstehende Gruppierung, Partei’ (16. Jh., bereits mhd. von gegeneinander kämpfenden Heeren). -seits mit sekundärem, adverbiellem -s versehenes Grundwort in Komposita, denen akkusativische Verbindungen vorausgehen, vgl. andererseits ‘auf der anderen Seite’ (17. Jh.), mhd. andersīt; diesseits ‘auf dieser Seite’ (14. Jh.), mhd. dissīt; jenseits ‘auf der anderen Seite’ (16. Jh.), mhd. jensīt; ↗abseits (s. d.). Danach produktiv als Ableitungssilbe für Adverbien, vgl. mütterlicherseits, väterlicherseits (18. Jh.). seitlich Adj. ‘auf der Seite gelegen’ (19. Jh.), danach auch Präp. mit Genitiv; vgl. älteres mhd. sītelīchen Adv. ‘nach der Seite hin’. beseitigen Vb. ‘(zur Seite) wegschaffen, entfernen, verschwinden lassen, töten’ (18. Jh.), zu frühnhd. beseit Adv. ‘zur Seite’, mhd. besīt, besīte (aus der Fügung mhd. bī sīt, bī sīte). seitens Präp. (19. Jh.) für älteres von seite(n) (18. Jh.) mit sekundärem, adverbiellem -s. Seitensprung m. ‘Sprung in seitlicher Richtung’, übertragen ‘Abweichung von einer festen Linie, von der Sache’ (18. Jh.), dann auch (zuerst öst.) in moralischer Hinsicht (19. Jh.).
Zitationshilfe
„-seits“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/-seits>, abgerufen am 22.09.2019.

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