-nomie

GrammatikAffix
Wortbildung mit ›-nomie‹ als Letztglied: ↗Aeronomie · ↗Agronomie · ↗Antinomie · ↗Astronomie · ↗Autonomie · ↗Bibliothekonomie · ↗Bionomie · ↗Cheironomie · ↗Chironomie · ↗Ergonomie · ↗Gastronomie · ↗Heteronomie · ↗Homonomie · ↗Isonomie · ↗Paranomie · ↗Phoronomie · ↗Physionomie · ↗Psychonomie · ↗Taxonomie · ↗Teleonomie · ↗Theonomie · ↗Ökonomie
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

-nom · -nomie
-nom, -nomie Kompositionsglieder in Bezeichnungen für ‘(wissenschaftlich ausgebildeter) Fachmann, Fachwissenschaftler’ und ‘Fachgebiet, Fachwissenschaft’. Zum Verb griech. némein (νέμειν) in der Bedeutung ‘aus-, ver-, ordnungsgemäß zuteilen, lenken, leiten, verwalten’ bildet das Griech. ein sowohl adjektivisch wie substantivisch auftretendes Nomen agentis -nómos (-νόμος), das in substantivischer Funktion in einer Reihe von Zusammensetzungen den Träger eines (öffentlichen) Amtes, den einer Sache Kundigen bezeichnet; vgl. griech. kreānómos (κρεανόμος) ‘Opferfleisch verteilend’, agorānómos (ἀγορανόμος) ‘Aufseher über den Markt, die Marktgeschäfte’, agronómos (ἀγρονόμος) ‘Aufseher über die Stadtländereien’, oikonómos (οἰκονόμος) ‘wer das Haus, den Haushalt leitet, verwaltet, Hausverwalter, Wirt’, auch ‘wer in der Verwaltung des Staates in einem bestimmten (höheren oder niederen) Amt tätig ist’, astronómos (ἀστρονόμος) ‘Sternkundiger’, eigentlich ‘wer die Sterne (beobachtet und) in Sternbilder aufteilt, ordnet’. Dazu gehören die Abstrakta auf -nomía (-νομία), die das Amt, die Tätigkeit, das Wissensgebiet eines -nómos bezeichnen, und die Zugehörigkeitsadjektive auf -ikós (-ικός). Einige der griech. Bildungen sind ins Dt. gelangt, s. ↗Gastronomie, ↗Astronom, ↗Astronomie, ↗Ökonom, ↗Ökonomie, auch ↗Agronom, ↗Agronomie, wobei sich bei diesen Zusammensetzungen im Dt. (wie in anderen neueren Sprachen) etwa im Anschluß an Astronom, Astronomie (und deren antike Ausgangsformen) die oben für die zweiten Kompositionsglieder genannten Bedeutungen stärker herausbilden. Aber im Gegensatz zu ↗-loge, ↗-logie (s. d.) wird -nom, -nomie niemals wirklich produktiv. Zu den seltenen Neubildungen gehören Ergonom ‘Arbeitswissenschaftler’ und Ergonomie, zu griech. érgon (ἔργον), s. ↗Werk.
Zitationshilfe
„-nomie“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/-nomie>, abgerufen am 15.10.2019.

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