-heit

GrammatikAffix
Wortbildung mit ›-heit‹ als Letztglied: ↗Abgewandtheit · ↗Affektiertheit · ↗Albernheit · ↗Antiquiertheit · ↗Aufgebrachtheit · ↗Ausgeglichenheit · ↗Barschheit · ↗Begründetheit · ↗Beredtheit · ↗Bescheidenheit · ↗Betagtheit · ↗Betrübtheit · ↗Bewegtheit · ↗Detailliertheit · ↗Dichtheit · ↗Disparatheit · ↗Diszipliniertheit · ↗Doppelheit · ↗Eigenheit · ↗Einzelheit · ↗Empörtheit · ↗Erbostheit · ↗Erstauntheit · ↗Explizitheit · ↗Ganzheit · ↗Geborgenheit · ↗Gebundenheit · ↗Geeignetheit · ↗Gefasstheit · ↗Gehaltenheit · ↗Geilheit · ↗Geistesgestörtheit · ↗Gekränktheit · ↗Gelähmtheit · ↗Gereiztheit · ↗Gerichtetheit · ↗Gesamtheit · ↗Getragenheit · ↗Getrenntheit · ↗Gewaltfreiheit · ↗Gewandtheit · ↗Gottheit · ↗Grobheit · ↗Inkorrektheit · ↗Kessheit · ↗Kleinkariertheit · ↗Korruptheit · ↗Krassheit · ↗Lassheit · ↗Liebestollheit · ↗Lockerheit · ↗Menschheit · ↗Minderheit · ↗Planheit · ↗Rauheit · ↗Sachbezogenheit · ↗Schalheit · ↗Schlaffheit · ↗Schlaftrunkenheit · ↗Schnödheit · ↗Selbstbestimmtheit · ↗Sprödheit · ↗Stummheit · ↗Taubheit · ↗Traumverlorenheit · ↗Trockenheit · ↗Unbewusstheit · ↗Ungewandtheit · ↗Unversehrtheit · ↗Verbohrtheit · ↗Verkehrtheit · ↗Verschwiegenheit · ↗Verworfenheit · ↗Verzücktheit · ↗Vornehmheit · ↗Überlegenheit
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
bildet mit Adjektiven und zweiten Partizipien (seltener mit Adverbien oder Zahlwörtern) die entsprechenden Substantive, die dann einen Zustand, eine Beschaffenheit, Eigenschaft ausdrücken
2.
a)
bezeichnet in Bildungen mit Substantiven eine Personengruppe
b)
bezeichnet in Bildungen mit Substantiven eine Eigenschaft oder Handlung von jmdm.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

-heit · -keit
-heit -keit Das in ahd. (8. Jh.), mhd. heit m. f. ‘Gestalt, Person, Stand, Rang, Wesen, Art und Weise’, asächs. hēd m. ‘Stand, Würde’, aengl. hād m. ‘Person, Rang, Stand, Würde, Wesen, Art’, got. haidus ‘Art und Weise’ und (anders gebildetem) anord. heiðr ‘Ehre, Rang, Lohn, Gabe’ vorliegende Substantiv ist verwandt mit dem unter ↗heiter (s. d.) behandelten Adjektiv und vergleicht sich außergerm. mit aind. kētúḥ ‘Helle, Licht, Bild, Gestalt’, citráḥ ‘hervorragend, hell, bunt’, vielleicht auch mit lat. caesius ‘blaugrau’ (von den Augen), caelum ‘Himmel’ (zweifelhaft dagegen lit. skaidrùs ‘hell, klar, durchsichtig’, mundartlich skáistas, skaistùs ‘hübsch, klar, fröhlich, hell, glänzend’, aslaw. čistъ, russ. čístyj, чистый, ‘rein, klar’), so daß von einer Wurzel ie. *(s)kāi- ‘hell, leuchtend’ ausgegangen werden kann. Germ. *haiðu- m. bzw. (nach Übergang, z. B. im Ahd., zu den i-Stämmen) *haiði- m. f. (mit einer Ausgangsbedeutung ‘lichte Erscheinung’) bildet zunächst in der Verbindung mit Personenbezeichnungen Komposita wie aengl. mægdenhād m., ahd. magadheit f. ‘Mädchenstand, Jungfräulichkeit’. Daraus entwickelt sich im Westgerm. das zweite Glied zum Kompositionssuffix (ahd. mhd. -heit, asächs. -hēd, mnd. -hēt, mnl. -heit, -heet, -heide, nl. -heid, aengl. -hād, engl. -hood, auch -head) für Kollektivbegriffe (ahd. mennischeit) und (speziell im Dt.) in Verbindung mit Adjektiven und Partizipien für Abstrakta, die einen Zustand oder eine Eigenschaft bezeichnen (ahd. bōsheit, frīheit, trunkanheit). Aus der Verknüpfung von -heit mit Adjektiven auf ahd. -ag, -ī̌g, mhd. -ic, -ec entsteht im Mhd. die Suffixform -keit (ahd. ēwī̌gheit, mhd. ēwicheit, ēwekeit, nhd. Ewigkeit; mhd. ītelicheit, ītelkeit, nhd. Eitelkeit).
Zitationshilfe
„-heit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/-heit>, abgerufen am 24.08.2019.

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