ökumenisch

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungöku-me-nisch
GrundformÖkumene
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
Geografie die Ökumene betreffend, umfassend
2.
katholische Kirche die katholischen Christen auf der ganzen Welt betreffend
3.
Theologie
a)
das gemeinsame Vorgehen der christlichen Kirchen u. Konfessionen in der Welt betreffend
b)
gemeinsam von Katholiken u. Protestanten veranstaltet, getragen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Ökumene · ökumenisch
Ökumene f. ‘die bewohnte, wirtschaftlich nutzbar gemachte Erde’, Übernahme (19. Jh.) von lat. oecūmenē, griech. oikūménē (gḗ) (οἰκουμένη γῆ) ‘die (besonders von den Griechen) bewohnte Erde’, substantiviertem Part. Präs. Fem. (Mediopass.) von griech. oiké͞in (οἰκεῖν) ‘wohnen’; vgl. griech. ó͞ikos (οἶκος) ‘Haus, Wohnung’. Lat. oecūmenē wird Fachwort der römischen Feldvermesser. In Anlehnung an mlat. oecumenicus (s. unten) bezeichnet Ökumene schließlich die ‘Gesamtheit der Christen und christlichen Kirchen’ (1. Hälfte 20. Jh.). ökumenisch Adj. ‘die ganze bewohnte Erde betreffend, sie umfassend, allgemeingültig’ sowie ‘die Gemeinsamkeiten, das gemeinsame Vorgehen der christlichen Kirchen in der Welt betreffend’ (um 1800); vgl. griech. oikūmenikós (οἰκουμενικός), spätlat. oecūmenicus ‘die ganze von Griechen bewohnte Welt betreffend’, dann ‘das ganze römische Reich betreffend, dazu gehörend’, mlat. ‘zur Kirche als Ganzem gehörend, sie vertretend, allgemeine kirchliche Gültigkeit besitzend’.

Thesaurus

Religion
Synonymgruppe
zwischenkirchlich · ökumenisch · überkirchlich

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abendmahl Abendmahlsfeier Andacht Arbeitskreis Bewegung Eiszeit Festgottesdienst Frauenzentrum Friedensgebet Gedenkgottesdienst Gottesdienst Kirchenasylnetz Kirchentag Kirchenzentrum Kontaktstelle Konzil Miteinander Patriarch Patriarchat Pilgerweg Rat Sozialstation Theologie Trauerfeier Trauergottesdienst Umweltkreis Umweltpreis Versammlung Vorbereitungsausschuß Wortgottesdienst

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›ökumenisch‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Insofern ist das, was wir gläubig tun, immer von innen her auch ökumenisch.
Die Welt, 15.08.2005
Der ökumenische Rat der Kirchen ist derzeit nur begrenzt handlungsfähig.
Süddeutsche Zeitung, 07.02.2001
Aus diesen drei Bewegungen entwickelte sich der ökumenische Rat der Kirchen, gegründet 1938.
o. A. [cs.]: ökumene. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1975]
Sie verfolgen auch mit Interesse die Entwicklung der ökumenischen Bewegung.
Blauw, J.: Reformierte Kirche. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1961], S. 5296
Genau wie die katholische Kirche nannte sie sich ökumenisch, und sie betrieb - oft mit Erfolg - ihre Propaganda unter den katholischen Römern.
Seston, William: Verfall des Römischen Reiches im Westen. Die Völkerwanderung. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1963], S. 21216
Zitationshilfe
„ökumenisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/ökumenisch>, abgerufen am 22.04.2019.

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