ästimieren

GrammatikVerb · ästimierte, hat ästimiert
Aussprache
Worttrennungäs-ti-mie-ren (computergeneriert)
HerkunftLatein
eWDG, 1967

Bedeutung

veraltend jmdn., etw. schätzen, achten
Beispiel:
daß wir ihn ... so wenig ästimiert hatten [RaabeIII 2,362]

Thesaurus

Synonymgruppe
achten · ↗akzeptieren · ↗anerkennen · ↗respektieren · ↗schätzen · ↗wertschätzen · ↗würdigen · zu schätzen wissen  ●  (achtungsvoll) aufblicken zu  fig. · ↗ehren  geh. · ästimieren  geh., veraltend
Unterbegriffe
  • großen Respekt vor (etwas) erweisen · ↗hoch schätzen · ↗respektieren · sehr achten · sehr schätzen · viel von (etwas) halten  ●  den Hut vor (etwas) ziehen  ugs. · ↗wertschätzen  geh.
Assoziationen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich ästimiere solche Arbeiten, aber sie gehen mir nicht unter die Haut.
Die Welt, 09.09.2000
Was nicht auf Ihrem Mist wächst, das ästimieren Sie nicht.
Wassermann, Jakob: Caspar Hauser, Berlin: Aufbau-Verl. 1987 [1908], S. 372
Marivaux wurde in seinem achtzehnten Jahrhundert auch bei uns viel gespielt und von einem Lessing durchaus ästimiert.
Die Zeit, 26.07.1951, Nr. 30
Nichts ist vage, und nirgendwo muß man den Verstand zu Hilfe nehmen, um die Besonderheit einer aufgerissenen Oberfläche zu erklären und zu ästimieren.
Die Zeit, 15.07.1954, Nr. 28
Der von manchen Schwarmgeistern ästimierte Dichter Botho Strauß holte den lieben Toten 1984 aus der Grube und ließ ihn bühnenweihfestspielmäßig paradieren.
Süddeutsche Zeitung, 12.04.2003
Zitationshilfe
„ästimieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/ästimieren>, abgerufen am 24.04.2019.

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